Forza Motorsport 4 erscheint mit Autovista und Kinect als letzter Motorsport-Titel der Xbox-360-Ära

Turn 10 Studios und Microsoft Game Studios haben Forza Motorsport 4 am 11. Oktober 2011 exklusiv für die Xbox 360 veröffentlicht. Der vierte Hauptteil der Rennsimulation umfasst mehr als 500 Fahrzeuge von 80 Herstellern. Mit dem Erkundungsmodus Autovista und der Unterstützung des Kinect-Sensors kamen zwei Funktionen hinzu, die zuvor in keinem Serienteil enthalten waren. Laut der Retrospektive von Turn 10 blieb Forza Motorsport 4 zugleich der letzte Motorsport-Ableger für die Xbox 360.

Autovista und Kinect erweitern den Funktionsumfang

Mit Autovista führte Turn 10 einen Modus ein, der ausgewählte Fahrzeuge in einem virtuellen Schauraum detailliert begehbar macht. Einzelne Bauteile wie Motorkomponenten und Innenrauminstrumente lassen sich aus nächster Nähe betrachten. Eine Sprachführung begleitet die Präsentation, die Jeremy Clarkson, damaliger Moderator der BBC-Sendung Top Gear, beisteuerte. Die Zusammenarbeit mit Top Gear schlug sich außerdem in der Aufnahme der Teststrecke am Flugplatz Dunsfold nieder. Parallel war Forza Motorsport 4 der erste Serienteil mit Kinect-Unterstützung. Die Steuerung über den Sensor umfasste unter anderem Kopfverfolgung für die Umschau im Cockpit, Sprachbefehle sowie eine bewegungsbasierte Lenkung, die ergänzend zur klassischen Controllersteuerung angeboten wurde. Wie weit der Sensor in der Praxis trug, blieb ein Dauerthema der damaligen Diskussion um Alternativen zu Kinect.

Abschluss einer Konsolengeneration

Forza Motorsport 4 markiert den Abschluss der Motorsport-Reihe auf der Xbox 360. Der Nachfolger Forza Motorsport 5 erschien 2013 ausschließlich für die Xbox One und damit für die folgende Konsolengeneration. Zum Veröffentlichungszeitpunkt erhielt der Titel überwiegend positive Bewertungen der Fachpresse, die das Fahrverhalten, die überarbeitete Darstellung und das Sounddesign hervorhob. Neben den technischen Neuerungen erweiterte Turn 10 den sozialen Funktionsumfang um Clubs, geteilte Garagen, anpassbare Lobbys und Storefronts, über die Spieler Inhalte untereinander bereitstellen konnten. Viele dieser Online-Dienste sind inzwischen Geschichte, seit der Xbox-360-Marktplatz offline ging.

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