Im Rechtsstreit zwischen Epic Games und dem früheren Auftragnehmer Hayden Cohen ist ein verbindliches Urteil ergangen. Das US-Bundesgericht im Eastern District of North Carolina erließ am 9. Juli 2026 ein Stipulated Judgment zugunsten von Epic Games. Cohen hatte unter den Aliasnamen AdiraFN und AdiraFNInfo vertrauliche Informationen zu geplanten Fortnite-Inhalten veröffentlicht.
Dauerhafte Unterlassung für vertrauliche Informationen
Das Urteil bestätigt eine einvernehmliche Regelung der Parteien. Cohen muss sämtliche vertraulichen oder als Geschäftsgeheimnis geschützten Informationen von Epic dauerhaft vernichten und darf sie nicht besitzen, abrufen, verwenden oder weitergeben. Die gerichtliche Verfügung untersagt außerdem, andere Personen bei einer solchen Weitergabe zu unterstützen.
Das Verfahren betraf Vorwürfe nach dem US-amerikanischen Defend Trade Secrets Act, dem North Carolina Trade Secrets Protection Act, wegen Vertragsbruchs und wegen unlauteren Wettbewerbs. Das Gericht führt in der Entscheidung keine Geldzahlung auf. Das Urteil ist endgültig und kann von keiner der beiden Parteien angefochten werden.
Fortnite-Kooperationen vor der Ankündigung veröffentlicht
Epic hatte Cohen vorgeworfen, Informationen zu geplanten Kooperationen und unveröffentlichten Inhalten über X und Discord an Tausende Follower weitergegeben zu haben. In den Gerichtsunterlagen werden unter anderem mögliche Crossover mit Minecraft, South Park, Ben 10, Game of Thrones, Kingdom Hearts und Overwatch genannt. Die genannten Inhalte waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichungen noch nicht offiziell angekündigt.
Epic Games war bereits früher juristisch gegen einen Fortnite-Leaker vorgegangen. Die Klage aus dem Jahr 2019 richtete sich gegen die Veröffentlichung von Informationen zu Fortnite: Kapitel 2. Der aktuelle Fall endet mit einer dauerhaften Unterlassungsverfügung und nicht mit einer öffentlichen Angabe zu einem Schadenersatzbetrag.
