Mozilla hat am 24. Oktober 2017 das Ende von Firebug mit Firefox Quantum 57 angekündigt. Die Browserversion war für November vorgesehen. Sie sollte ältere XUL- und Add-on-SDK-Erweiterungen nicht mehr unterstützen, darunter Firebug. Mozilla verwies auf die eingebauten Firefox Developer Tools.
Der Mozilla-Rückblick verlinkt eine historische Vorführung der Firebug-0.2-Konsole. Das Video zeigt das alte Werkzeug, nicht die angekündigte Firefox-57-Ausgabe. Sein YouTube-Upload stammt von 2013; die dort vorgeführte Version ist älter.
Neue Werkzeuge statt unveränderter Codeübernahme
Die integrierten DevTools entstanden laut Mozilla als Neuentwicklung. Firebug diente nicht als deren technische Basis. Der Firebug.next-Prototyp von 2015 setzte dagegen auf den eingebauten Werkzeugen auf und wurde später integriert. Mozilla nennt außerdem eine Anleitung zur Umstellung von Firebug auf Firefox DevTools.
Bereits 2016 hatte Mozilla den JavaScript-Debugger debugger.html mit React und Redux vorgestellt. Die Umstellung auf diesen Debugger und das Ende eines separaten Add-ons sind unterschiedliche Vorgänge. Die Abschiedsmeldung ist keine Veröffentlichung eines neuen eigenständigen Firebug-Nachfolgers.
Projektabläufe müssen separat geprüft werden
Für Web- und Browser-Spielteams folgt daraus eine praktische Prüfaufgabe: Ein Werkzeugwechsel ist zunächst von einem Fehler im eigenen Projekt zu trennen. Ein reproduzierbarer Fehlerfall sollte mit dokumentierter Browserversion erneut ausgeführt werden. Erst dann lässt sich feststellen, ob sich die Fehlersuche selbst oder das untersuchte Verhalten verändert hat. Diese Empfehlung ist ein Testverfahren, kein im Beitrag durchgeführter Vergleich der beiden Werkzeuge.
Archivhinweis: Der Artikel dokumentiert die Abschiedsmeldung vom Oktober 2017. Er beschreibt keine aktuelle Browser-Veröffentlichung und empfiehlt nicht die Weiterverwendung veralteter Erweiterungen.

