Esports World Cup: Level Up startet am 26. Juni mit Staffel 2 auf Prime Video

Die Dokumentarserie Esports World Cup: Level Up kehrt am 26. Juni 2026 mit ihrer zweiten Staffel zurück. Alle fünf Episoden erscheinen an diesem Tag exklusiv auf Prime Video. Die Produktion begleitet den Esports World Cup 2025 in Riad und rückt neben dem Wettbewerb vor allem die Spieler, Teams, Familien und persönlichen Belastungen hinter dem internationalen Esports-Event in den Mittelpunkt.

Regie führt erneut der Emmy-prämierte Dokumentarfilmer R.J. Cutler, der unter anderem durch Produktionen wie Martha, Billie Eilish: The World’s A Little Blurry und Elton John: Never Too Late bekannt ist. Produziert wird die Serie von This Machine, einem Unternehmen von Sony Pictures Television. Ebenfalls zurückkehren Showrunner John Dorsey sowie die Executive Producer Jane Cha Cutler, Trevor Smith, Elise Pearlstein und Mark Blatty.

Dokumentarischer Blick auf den Esports World Cup 2025

Die zweite Staffel spielt während des siebenwöchigen Esports World Cup 2025 in Riad, Saudi-Arabien. Im Zentrum stehen der Wettbewerb um ein Preisgeld von 70 Millionen US-Dollar und die EWC Club Championship. Die Serie folgt einem dokumentarischen Vérité-Ansatz und begleitet Spieler, Clubs und deren Umfeld über längere Zeiträume hinweg. Damit liegt der Fokus weniger auf einer reinen Turnierchronik, sondern auf den Biografien, Entscheidungen und Belastungen der Protagonisten.

Das Filmteam begleitete die Beteiligten sieben Wochen lang vor Ort in Riad. Zusätzlich reiste die Produktion in das Vereinigte Königreich, in die USA und nach Indonesien, um Einblicke in das private Umfeld einzelner Spieler zu erhalten. Damit versucht die Staffel, den professionellen Esport nicht nur als Wettbewerb, sondern auch als Arbeitsumfeld mit hohem Leistungsdruck, internationaler Mobilität und starken familiären Bezügen zu zeigen.

Zu den porträtierten Persönlichkeiten gehören Jake „Boaster“ Howlett von Fnatic aus VALORANT, Vivi „Vivian“ Indrawaty von Team Vitality aus Mobile Legends: Bang Bang, Kasimili „Soka“ Tongamoa von Team Falcons aus Call of Duty: Warzone, Xiao Hai von KuaiShou Gaming aus Fatal Fury: City of the Wolves sowie Garidmagnai „bLitz“ Byambasuren von The MongolZ aus Counter-Strike 2. Ergänzend erscheinen weitere Perspektiven aus Schach, Mobile Esports und Coaching.

Spielerporträts zwischen Karriere, Familie und Leistungsdruck

Ein zentraler Handlungsstrang widmet sich Magnus Carlsen, der für Team Liquid im Schach antritt. Die Serie zeigt den Schach-Großmeister beim Übergang in ein stärker esportlich inszeniertes Wettbewerbsumfeld. Für Carlsen geht es dabei nicht nur um eine weitere Turnierteilnahme, sondern um die Frage, wie ein Spieler nach Jahren internationaler Dominanz neue Ziele definiert und sich in einem Format positioniert, das stärker auf Clubs, Bühnenpräsenz und mediale Verwertung ausgerichtet ist.

Jake „Boaster“ Howlett steht für Fnatic im Mittelpunkt des VALORANT-Segments. Da VALORANT erstmals Teil des Events ist, verbindet seine Geschichte persönliche Entwicklung und sportliche Erwartungshaltung. Die Serie greift seinen Weg vom angehenden Schauspieler zum professionellen Esportler auf und zeigt, wie eng öffentliche Wahrnehmung, Teamführung und Wettkampfleistung bei einem Spieler dieser Rolle miteinander verbunden sind.

Xiao Hai wird als erfahrener Fighting-Game-Spieler porträtiert, der bereits sehr früh gegen erwachsene Gegner antrat und inzwischen als Familienvater auf internationaler Bühne spielt. Seine Geschichte stellt den Konflikt zwischen langjähriger Wettkampferfahrung, privater Verantwortung und der Erwartung dar, auch unter veränderten Lebensumständen weiter auf höchstem Niveau abzuliefern.

Vivian von Team Vitality wird im Kontext von Mobile Legends: Bang Bang begleitet. Ihre Geschichte ist stark von persönlichen Rückschlägen und familiären Erfahrungen geprägt. Die Serie stellt den möglichen sportlichen und wirtschaftlichen Einschnitt eines großen Turniererfolgs in den Vordergrund, behandelt dabei aber auch die biografischen Hintergründe, die ihren Weg in den professionellen Mobile Esport geprägt haben.

The MongolZ und ihr Spieler bLitz stehen für den Aufstieg einer Region, die im internationalen Counter-Strike lange nicht zu den etablierten Zentren gezählt wurde. Das Team aus der Mongolei wird als Beispiel dafür gezeigt, wie nationale Identifikation, sportliche Entwicklung und internationale Sichtbarkeit im Esport zusammenkommen können. Die Erzählung richtet den Blick dabei nicht nur auf einzelne Matches, sondern auch auf die Bedeutung eines solchen Teams für eine wachsende Szene außerhalb der klassischen Kernmärkte.

Soka von Team Falcons tritt als amtierender Champion in Call of Duty: Warzone an. Die Serie zeigt ihn unter dem Druck, sportliche Erwartungen erneut zu erfüllen, während frühere Teamkonstellationen und private Belastungen zusätzliche Spannungen erzeugen. Ergänzend liefert Coach ArSy von Team Liquid eine Trainerperspektive aus Mobile Legends: Bang Bang. Seine Geschichte zeigt, wie persönliche Erfahrungen in Führungsstil, Teamarbeit und den Umgang mit Niederlagen einfließen können.

Esport als Medienprodukt mit globaler Reichweite

Neben den Spielerporträts behandelt Staffel 2 auch die Inszenierung des Esports World Cup als internationales Medienformat. Der Wettbewerb verbindet Turniere, Entertainment, Musik und klassische Sportprominenz. In der Serie treten unter anderem Post Malone, Magnus Carlsen und Cristiano Ronaldo auf. Ronaldo bringt im Rahmen der Abschlusszeremonie die Trophäe der Club Championship auf die Bühne. Auch Persönlichkeiten wie Lando Norris, Ronaldo Nazário, Kaká, Alisha Lehmann, Tony Hawk und Nick Kyrgios werden im Umfeld des Events gezeigt.

Diese Einbindung bekannter Namen aus Sport und Unterhaltung verdeutlicht, wie stark große Esportveranstaltungen inzwischen als Plattformen für Marken, Medienrechte, Sponsoring und internationale Kulturpolitik genutzt werden. Der Esports World Cup ist dabei nicht nur Turnier, sondern auch Festival, Content-Produkt und global vermarktetes Schaufenster für professionelle Gaming-Strukturen.

Für die Games- und Esportbranche ist die zweite Staffel deshalb auch über den dokumentarischen Ansatz hinaus relevant. Sie zeigt, wie professionelle Wettbewerbe zunehmend für Streamingdienste aufbereitet werden und welche Rolle Storytelling für die internationale Vermarktung einzelner Spieler, Clubs und Spiele einnimmt. Gerade für Publisher, Teams und Veranstalter bleibt diese Entwicklung wichtig, weil Esport nicht allein über Live-Zuschauer und Preisgelder skaliert, sondern zunehmend über serielle Formate, Social-Media-Verwertung und dokumentarische Begleitproduktionen.

EWC 2025 mit hohen Reichweiten, EWC 2026 in Paris

Der Esports World Cup 2025 erreichte nach Angaben der Veranstalter weltweit 750 Millionen Zuschauer und generierte 350 Millionen Stunden Watchtime. Die Spitzenreichweite lag während des League of Legends-Turniers bei knapp acht Millionen gleichzeitigen Zuschauern. Übertragen wurde das Event über 28 Plattformen, 97 Broadcast-Partner und mehr als 800 Kanäle in 35 Sprachen. Insgesamt traten über 2.000 Spieler aus rund 200 Clubs und mehr als 100 Ländern in 25 Turnieren über 24 verschiedene Spiele hinweg an.

Die Ausgabe 2026 findet vom 6. Juli bis 23. August in Paris statt. Dort sollen die besten Clubs der Welt um ein Preisgeld von mehr als 75 Millionen US-Dollar sowie um die Trophäe der EWC Club Championship antreten. Mit dem Wechsel nach Frankreich erhält der Wettbewerb erstmals eine Ausgabe außerhalb Saudi-Arabiens. Für die europäische Esport- und Gamesbranche dürfte die Veranstaltung damit eine deutlich stärkere regionale Sichtbarkeit bekommen.

Esports World Cup: Level Up Staffel 2 erscheint am 26. Juni 2026 mit fünf Episoden auf Prime Video.

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