Epic kündigt einheitlichen Fab-Marktplatz für Mitte Oktober an

Epic Games hat den Starttermin für seinen neuen, vereinheitlichten Marktplatz Fab bekanntgegeben. Die Plattform soll Mitte Oktober 2024 an den Start gehen und die bisher getrennten Angebote des Unreal Engine Marketplace, von Sketchfab, ArtStation Marketplace und Quixel unter einem Dach zusammenführen.

Die Ankündigung von Fab reicht bis zur GDC 2023 zurück, wo Epic die Pläne für einen gemeinsamen Marktplatz erstmals vorgestellt hatte. Mit dem nun bestätigten Termin für Mitte Oktober nimmt das Vorhaben konkrete Formen an. Entwickler sollen künftig an einer zentralen Stelle auf 3D-Modelle, Umgebungen, visuelle Effekte, Musik, Soundeffekte, Charaktermodelle und Animationen zugreifen können, die zuvor über mehrere separate Plattformen verteilt waren.

Umsatzbeteiligung und Migration der Anbieter

Bei den Konditionen orientiert sich Fab am Modell des Epic Games Store. Verkäufer erhalten regulär 88 Prozent der Erlöse aus ihren Verkäufen. Als Einführungsangebot gewährt Epic bis Ende 2024 sogar eine volle Umsatzbeteiligung von 100 Prozent, um Anbieter zum Wechsel auf die neue Plattform zu bewegen.

Der Umzug auf Fab läuft gestaffelt ab. Etablierte Anbieter von Unreal-Engine-Assets können ihre Produkte bereits vor dem Start über das sogenannte Fab Publishing Portal auf die neue Plattform übertragen. Neue Ersteller und Publisher sollen sich dagegen erst Anfang Oktober registrieren können. Der Unreal Engine Marketplace wird vollständig durch Fab ersetzt, nicht migrierte Assets werden automatisch unter der bestehenden Unreal Engine Marketplace Licence übernommen.

Sketchfab, ArtStation und Quixel wandern schrittweise ab

Auch der Sketchfab Store soll in den folgenden Monaten durch Fab ersetzt werden. Die eigentliche Sketchfab-Website mit ihren Funktionen zum privaten und öffentlichen Hochladen und Teilen von 3D-Modellen bleibt davon unberührt und weiterhin bestehen.

Der Marktplatz von ArtStation soll erst 2025 zu Fab wechseln. Während der Verkauf von Assets und Produkten dann über die neue Plattform läuft, bleiben andere Bereiche der Seite wie Portfolios und Drucke weiterhin Teil von ArtStation. Auch Quixel, bekannt für hochwertige 3D-Assets über die Megascans-Bibliothek, verlagert seine Inhalte nach Fab. Ab Ende 2024 entfällt jedoch die bisher kostenlose, unbegrenzte Nutzung der meisten Megascans-Inhalte in Unreal-Engine-Projekten. Das Hosting auf Quixel selbst will Epic nach eigenen Angaben perspektivisch einstellen.

Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte

Zum Start von Fab führt Epic zudem Regeln zur Kennzeichnung von mit generativer KI erstellten Inhalten ein. Verkäufer müssen künftig angeben, ob ihre Assets unter Einsatz generativer KI entstanden sind. Zusätzlich können sie ihre Inhalte mit einem „NoAI“-Tag versehen, das signalisiert, dass die Assets nicht für das Training generativer KI-Modelle verwendet werden dürfen. Epic sicherte zu, weder selbst noch über Vereinbarungen mit Dritten Inhalte von Erstellern für das Training generativer KI-Programme zu nutzen.

Bereits auf der GDC 2023, wo Fab erstmals angekündigt wurde, hatte Epic mit dem Unreal Editor for Fortnite ein weiteres Werkzeug für externe Entwickler vorgestellt.

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