Embracer-Jahresreport: Konzernumbau trifft Deutschland und Österreich hart

Der Jahresreport 2023/2024 der Embracer Group zeigt, wie stark der Konzernumbau das PC- und Konsolen-Geschäft und insbesondere den deutschsprachigen Raum getroffen hat.

In der PC-/Konsolen-Sparte ist die Mitarbeiterzahl innerhalb eines Jahres von über 10.400 auf 6.400 gesunken, von 102 Studios sind nur noch 73 übrig. Grund ist ein geplatztes Milliarden-Investment, das Konzernchef Lars Wingefors zu einem harten Sparkurs zwang: Stellenabbau, Projektstopps und der Verkauf ganzer Geschäftsbereiche gehören dazu.

Deutschland und Österreich besonders betroffen

In Deutschland sank die Belegschaft von 967 auf 843 Mitarbeiter. Allein beim Chorus-Studio Fishlabs in Hamburg und bei den Destroy-All-Humans!-Machern Black Forest Games in Offenburg fiel jeweils die Hälfte der Stellen weg. Beim Essener Studio Piranha Bytes (Gothic, Risen, Elex) kämpft ein Rumpfteam um den Erhalt von Standort und Fördergeldern. In Österreich verließen binnen eines Jahres 40 Beschäftigte den Konzern, zuletzt waren dort noch 312 Mitarbeiter bei THQ Nordic in Entwicklung und Publishing tätig.

Kaum betroffen von den Einschnitten sind die Mobile-Sparte mit rund 1.100 Mitarbeitern sowie das Brettspielgeschäft von Asmodee mit über 2.400 Beschäftigten, das künftig als eigenständiges Unternehmen an der Börse notiert wird. Große Hoffnungen setzt Embracer auf Titel wie Kingdom Come Deliverance 2, die auf der Gamescom im August gezeigt werden sollen.

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