Elgato hat am 1. Februar 2024 mit der Game Capture 4K X die nach eigenen Angaben erste USB-Capture-Karte des Herstellers mit HDMI 2.1 vorgestellt. Die Karte erfasst und reicht Bildsignale mit bis zu 4K bei 144 Bildern pro Sekunde durch, jeweils mit Passthrough für Variable Refresh Rate (VRR) und HDR10. Über die HDMI-2.1-Schnittstelle adressiert Elgato damit Aufnahmen aktueller Konsolen- und PC-Titel, die bislang an der Bandbreite klassischer HDMI-2.0-Capture-Hardware scheiterten. Angebunden wird die Karte per USB 3.2 Gen 2 mit 10 Gbit pro Sekunde.
Neben dem 4K/144-Modus listet Elgato für die 4K X eine Aufnahme mit 1080p bei 240 Bildern pro Sekunde, die auf kompetitive Setups mit hohen Bildwiederholraten zielt. Ein vergleichbares Tempo kannte man bereits von der Game Capture 4K S, doch erst die HDMI-2.1-Anbindung der 4K X hebt die unterstützten Auflösungen und Bildraten an. Parallel zur USB-Karte kündigte das Unternehmen mit der Game Capture 4K Pro ein PCIe-Modell an, das Passthrough mit bis zu 8K60 HDR10 sowie Aufnahmen mit 4K60 HDR10 unterstützt. Beide Karten arbeiten laut Hersteller mit OBS Studio, Streamlabs Desktop, Twitch Studio und vMix zusammen und werden von einer kostenlosen Begleit-App flankiert, die unter anderem einen AAF-Export für professionelle Schnittprogramme bietet.
HDMI 2.1 als Voraussetzung für VRR- und HDR-Passthrough
Der technische Kern der 4K X liegt im durchgereichten Signal. Über HDMI 2.1 lassen sich VRR und HDR10 ohne Qualitätsverlust an einen angeschlossenen Monitor weitergeben, während die Karte parallel aufzeichnet. Für Workflows mit der Xbox Series X ist dieser Punkt relevant, da die Konsole VRR und HDR über HDMI 2.1 ausgibt und ältere Capture-Hardware diese Signalpfade entweder beschneidet oder gar nicht durchreicht. Damit das volle Signal überhaupt ankommt, braucht es eine entsprechende Verkabelung; ein passendes HDMI-2.1-Kabel gehört hier zur Grundausstattung. Die 4K X ist nach Angaben von Elgato kompatibel mit Windows, macOS sowie iPads mit USB-C-Anschluss; im Lieferumfang liegen ein 8K-fähiges HDMI-Kabel und ein USB-3.2-C-zu-C-Kabel.
Was die 4K X für Series-X-Aufnahmen leistet
Rund um Aufnahme- und Streaming-Ketten der Series X zahlt sich die Kombination aus 4K/144-Erfassung und vollständigem VRR- sowie HDR10-Passthrough konkret aus: Spielbild und Aufnahmesignal lassen sich trennen, ohne am Monitor auf hohe Bildraten oder HDR zu verzichten. Die USB-3.2-Gen-2-Anbindung positioniert die 4K X zwischen reiner externer Hardware und der internen 4K Pro, die über PCIe 2.0 x4 läuft und zusätzlich eine Multi-App-Funktion für die gleichzeitige Ausgabe an mehrere Anwendungen mitbringt. Beide Modelle waren laut Elgato zum Ankündigungszeitpunkt direkt über den Hersteller sowie autorisierte Händler verfügbar.