Electronic Arts hat am 4. Februar 2025 die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 mit Stichtag 31. Dezember 2024 vorgelegt. Die Net Bookings, also der um die Veränderung der abgegrenzten Umsätze bereinigte Verkaufswert, fielen im Quartal von 2,366 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf 2,215 Milliarden US-Dollar. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate kamen 7,222 Milliarden US-Dollar zusammen, nach 7,710 Milliarden US-Dollar. Der nach US-GAAP ausgewiesene Nettoumsatz ging um drei Prozent auf 1,883 Milliarden US-Dollar zurück.
Beim Konzernergebnis ging es leicht nach oben, von 290 auf 293 Millionen US-Dollar. Der verwässerte Gewinn je Aktie kletterte von 1,07 auf 1,11 US-Dollar. Der operative Cashflow lag im Quartal bei 1,176 Milliarden US-Dollar und auf Jahressicht bei 2,110 Milliarden US-Dollar. Im Quartal kaufte EA 2,4 Millionen eigene Aktien für 375 Millionen US-Dollar zurück. Dazu kam die Ankündigung eines beschleunigten Aktienrückkaufprogramms über eine Milliarde US-Dollar. Damit steigen die gesamten Aktionärsrückflüsse im ersten Jahr der bestehenden Ermaechtigung über fünf Milliarden US-Dollar auf 2,5 Milliarden US-Dollar. Die Quartalsdividende setzte das Unternehmen auf 0,19 US-Dollar je Aktie fest.
Fussball trägt das Quartal, Dragon Age zieht es runter
Das Fussballgeschäft war Treiber und Belastung in einem. Laut EA sind die Net Bookings der Global-Football-Reihe über die vergangenen fünf Geschäftsjahre um mehr als 70 Prozent gewachsen. Das im Januar veröffentlichte Gameplay-Update für EA SPORTS FC 25 trieb die Nutzung nach Unternehmensangaben über die Erwartungen, mehr als zwei Millionen Ultimate-Team-Spieler aus einer früheren Phase des Launch-Zyklus kehrten zurück. EA SPORTS FC Mobile verzeichnete im Jahresvergleich einen zweistelligen Zuwachs bei Neuspielern und Engagement. Auch das American-Football-Geschäft legte bei den wöchentlich aktiven Nutzern zweistellig zu und lag auf Kurs, im Geschäftsjahr 2025 die Marke von einer Milliarde US-Dollar an Net Bookings zu übertreffen. Mit Battlefield Labs stellte EA außerdem eine Initiative für spielergetriebene Tests vor, im Vorfeld des für das Geschäftsjahr 2026 erwarteten Franchise-Release.
Auf der anderen Seite standen zwei Titel, die das Quartal drückten. In der Vorabmeldung vom 22. Januar 2025 hatte EA mitgeteilt, dass Dragon Age im Quartal rund 1,5 Millionen Spieler erreichte und damit knapp 50 Prozent unter den Erwartungen blieb. Auch das frühe Momentum von EA SPORTS FC 25 hielt nicht bis zum Quartalsende an. Vorstandschef Andrew Wilson verwies auf den nach Unternehmensangaben rekordstarken Erfolg des Team-of-the-Year-Events in FC 25 und zeigte sich zuversichtlich, im Geschäftsjahr 2026 zum Wachstum zurückzukehren. Finanzvorstand Stuart Canfield begründete das beschleunigte Rückkaufprogramm mit dem Vertrauen in die langfristige Strategie und der Fähigkeit, Wachstumsinvestitionen und Kapitalrückführungen auszubalancieren.
FY25-Ausblick: Net Bookings zwischen 7,000 und 7,150 Milliarden US-Dollar
Für das gesamte Geschäftsjahr 2025 mit Stichtag 31. März 2025 rechnet EA mit Net Bookings von rund 7,000 bis 7,150 Milliarden US-Dollar. Der GAAP-Nettoumsatz soll bei etwa 7,250 bis 7,400 Milliarden US-Dollar landen, das Konzernergebnis bei rund 1,038 bis 1,130 Milliarden US-Dollar und der verwässerte Gewinn je Aktie bei etwa 3,90 bis 4,25 US-Dollar. Den operativen Cashflow veranschlagt das Unternehmen mit 1,800 bis 1,900 Milliarden US-Dollar, die Veränderung der abgegrenzten Umsätze aus online-faehigen Spielen mit rund minus 250 Millionen US-Dollar. Als Aktienbasis für die Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie setzt EA 266 Millionen Aktien an.
Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 stellt EA Net Bookings von rund 1,444 bis 1,594 Milliarden US-Dollar in Aussicht, dazu einen GAAP-Nettoumsatz von 1,682 bis 1,832 Milliarden US-Dollar und einen verwässerten Gewinn je Aktie von etwa 0,65 bis 1,00 US-Dollar. Die ursprüngliche Jahresplanung war von einem Wachstum der Live-Services-Net-Bookings im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen. In der Vorabmeldung vom 22. Januar drehte EA diese Erwartung in einen Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich und nannte das Global-Football-Geschäft als wesentlichen Faktor. Die endgueltigen Zahlen stammen aus dem bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Form 8-K. Wer die Meldung im Original nachlesen will, findet sie bei XboxDev verlinkt.
