Ein am 17. September 2016 veröffentlichter Forschungsbeitrag der Deutschen Sporthochschule Köln untersucht Stress in CS:GO-Training und Wettkampf. Kevin Rudolf, Christopher Grieben, Silvia Achtzehn und Ingo Froböse betrachteten ein deutsches Team mit fünf männlichen Spielern.
Erfasst wurden ein Stressfragebogen, Herzfrequenz und Speichel-Cortisol. Ein Spieler nahm an den körperlichen Messungen im Wettkampf nicht teil. Während des Spiels lag die mittlere Herzfrequenz im Training bei 79,9, im Wettkampf bei 108,0 Schlägen pro Minute.
Tendenzen sind kein statistischer Nachweis
Die Unterschiede zwischen Training und Wettkampf waren nicht statistisch signifikant, alle angegebenen p-Werte lagen über 0,05. Die Autoren deuteten die höheren Wettkampfwerte dennoch als möglichen Hinweis auf akuten Stress und verlangten größere Stichproben. Eine allgemeine Aussage über alle E-Sport-Spieler lässt sich daraus nicht ableiten.
Die Untersuchung ergänzt die Debatte über professionelle Wettbewerbsbedingungen. Bereits im Mai 2016 hatte die WESA feste Spielpläne und Spielervertretung für den E-Sport angekündigt. Organisatorische Regeln und die hier untersuchten Belastungswerte sind allerdings unterschiedliche Fragestellungen.

