DirectSR Preview: Einheitliche Super-Resolution-API für FSR, XeSS und DLSS

Am 29. Mai 2024 hat Microsoft die erste Vorschau von DirectSR vorgestellt, einer herstellerübergreifenden Super-Resolution-API für Direct3D 12. Die Schnittstelle bringt gleich drei Upscaling-Verfahren unter ein Dach: AMD FidelityFX Super Resolution, Intel XeSS und NVIDIA DLSS Super Resolution teilen sich denselben Satz an Ein- und Ausgaben. Studios sollen Super Resolution dadurch nur einmal programmieren und anschließend auf der ganzen Bandbreite an Windows-Geräten ausliefern, statt für jeden Anbieter ein eigenes SDK einzubinden.

Bis dahin lief das anders. Wer Upscaling unterstützen wollte, musste die proprietaeren Bibliotheken der drei GPU-Hersteller getrennt integrieren und auf dem aktuellen Stand halten. DirectSR legt diese Logik hinter einen einzigen Code-Pfad, der erst zur Laufzeit entscheidet, welches Verfahren auf der vorhandenen Hardware überhaupt läuft. Für die Engine bedeutet das spürbar weniger Arbeit, und die Versionspflege der einzelnen Upscaler hängt nicht mehr an der eigentlichen Spielentwicklung.

Ein Code-Pfad für drei Upscaler

Technisch läuft alles über einen gemeinsamen Satz an Eingaben und Ausgaben, der DLSS Super Resolution, FidelityFX Super Resolution und XeSS gleichermassen anspricht. AMD FidelityFX Super Resolution 2.2 steckt bereits fest in der Vorschau, XeSS und DLSS kommen dagegen über die jeweiligen Treiber. Bei der Hardware nennt der Plattformbetreiber konkrete Grenzen: Intel-Grafik ab der integrierten 11. Core-Generation sowie die dedizierten Arc-Karten, bei NVIDIA die GeForce RTX der 20er-Serie und neuer ab Treiberversion 560.38. Die FSR-2.2-Unterstützung steuert AMD bei, das die Zusammenarbeit mit Microsoft an Entwurf und Umsetzung von DirectSR als kooperativ beschrieb.

Vorschau ab sofort im Agility SDK

Die Vorschau steckt im Agility SDK in der Version 1.714.0-preview und ist ab sofort zu haben. Angesprochen sind damit zunächst Entwickler, die DirectSR in eigenen Direct3D-12-Projekten einbinden und ausprobieren wollen. Microsoft versteht die API als gemeinsames Fundament, an das sich künftige Erweiterungen und zusätzliche Verfahren anhängen lassen, ohne dass der Integrationspfad auf der Anwendungsseite jedes Mal neu angefasst werden muss.

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