Jo Twist hat auf der Develop:Brighton 2019 einen sorgfältigeren Umgang mit der Sprache über Videospiele gefordert. GamesIndustry.biz berichtete am 16. Juli über ihren Vortrag. Die damalige UKIE-Geschäftsführerin kritisierte, dass Rezensionen gute Spielgestaltung häufig als süchtig machend beschrieben.
Politik und Öffentlichkeit könnten solche Formulierungen wörtlich verstehen, argumentierte Twist. Auch Gamer und Gaming hielt sie für problematisch: Viele Menschen spielten, ohne sich als Gamer zu bezeichnen. Gaming verbinde sie zudem mit Glücksspiel oder dem Ausnutzen von Regeln.
Verband fordert eigene Kommunikationsarbeit
Twist verlangte, dass die Branche ihre öffentliche Wahrnehmung aktiv mitgestaltet. Die Debatten über Lootboxen und die WHO-Klassifikation von Gaming Disorder deutete sie als Ausdruck kultureller Vorurteile. Das ist die Position einer Branchenvertreterin, keine medizinische Bewertung einzelner Spiele.
UKIE hatte bereits Anfang Juli vor Standortnachteilen für britische Spielefirmen gewarnt. In Brighton ging es dagegen um Begriffe und die gesellschaftliche Wahrnehmung des Mediums.

