Deutscher Computerspielpreis 2025: Keen Games gewinnt mit Enshrouded als bestes deutsches Spiel, 800.000 Euro verteilt

Das Offenbacher Studio Keen Games hat beim Deutschen Computerspielpreis 2025 die Hauptkategorie gewonnen. Wie die Jury am 14. Mai 2025 in Berlin bekannt gab, wurde das Survival-Rollenspiel Enshrouded als bestes deutsches Spiel ausgezeichnet und mit 100.000 Euro dotiert. Hinzu kam der Preis in der Kategorie Beste Innovation und Technologie, der dem Titel weitere 40.000 Euro einbrachte. Studio des Jahres wurde das Berliner Entwicklerstudio Megagon Industries, bekannt für Lonely Mountains: Snow Riders.

Insgesamt verteilte der Branchenpreis ein Gesamtpreisgeld von 800.000 Euro auf 15 Kategorien. Neben der Höchstdotierung für das beste deutsche Spiel waren die Auszeichnung Studio des Jahres mit 50.000 Euro sowie zahlreiche Fachkategorien mit jeweils 40.000 Euro versehen. Als bestes internationales Spiel setzte sich Split Fiction von Hazelight Studios durch, das von Electronic Arts vertrieben wird. Den Preis für das beste Grafikdesign erhielt Harold Halibut des Studios Slow Bros. Welche Titel im Vorfeld ins Rennen gingen, zeigte bereits die Liste der Nominierten.

Enshrouded als Early-Access-Erfolg mit Xbox-Relevanz

Enshrouded startete Ende Januar 2024 als Early-Access-Titel auf dem PC und erreichte nach Angaben des Studios mehr als vier Millionen Spieler über Steam. Die Jury hob die Freiheit im Spielablauf sowie die kooperativen Mechaniken hervor. Der Titel verbindet Aufbau- und Erkundungselemente mit Action-Rollenspiel, ein Genre, das auf Konsolen wachsenden Zuspruch findet. Eine Konsolenfassung ist über die Early-Access-Phase hinaus angekündigt, womit Enshrouded auch für das Xbox-Ökosystem in Reichweite rückt.

Für Keen Games bedeutet der Doppelerfolg eine deutliche Bestätigung des eingeschlagenen Wegs. Das Studio finanziert die laufende Entwicklung über die Einnahmen aus dem Early Access und baut den Funktionsumfang so Schritt für Schritt aus. Dass kommerzieller Zuspruch und Jurybewertung hier zusammenfallen, spricht für die Tragfähigkeit dieses Modells bei mittelgroßen deutschen Studios.

Megagon Industries erhielt als Studio des Jahres 50.000 Euro. Das Berliner Team steht für die Lonely-Mountains-Reihe, deren jüngster Ableger Lonely Mountains: Snow Riders ebenfalls für das beste deutsche Spiel nominiert war. Mit Keen Games aus Offenbach und Megagon aus Berlin gehen die wichtigsten Titel an Studios unterschiedlicher Größe und Ausrichtung, von kleineren Independent-Teams bis zu etablierten Produktionshäusern.

Über die einzelnen Produktionen hinaus hat der Deutsche Computerspielpreis stets eine standortpolitische Dimension. Das verteilte Preisgeld fließt direkt in die ausgezeichneten Studios und ergänzt die staatliche Games-Förderung des Bundes, die seit ihrer Einführung als zentraler Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Entwicklung gilt.

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