Cyberpunk 2077: CD PROJEKT RED meldet Erpressung mit internen Dateien

CD PROJEKT RED berichtete am 8. Juni 2017 von einer Lösegeldforderung im Zusammenhang mit internen Dateien zu Cyberpunk 2077. Unbekannte hatten dem Studio nach dessen Angaben mitgeteilt, solche Dateien zu besitzen. Darunter seien Dokumente mit frühen Entwürfen des Spiels gewesen.

Die Absender drohten demnach mit einer Veröffentlichung, falls das Studio nicht zahle. CD PROJEKT RED lehnte die Forderung ab und kündigte an, die zuständigen Behörden zu informieren. Die Mitteilung bestätigt nicht, dass diese Unterlagen anschließend tatsächlich veröffentlicht wurden.

Frühe Entwürfe sind kein bestätigter Produktstand

Die Dokumente seien alt und weitgehend nicht repräsentativ für die damalige Spielvision, erklärte das Studio. Zugangsweg und Forderungshöhe nennt die Mitteilung nicht. Sie schließt weitere Dateitypen nicht ausdrücklich aus; ein Ausschluss von Quellcode wäre deshalb unbelegt.

Für die Bewertung eines Leaks müssen Herkunft, Alter und tatsächlicher Inhalt getrennt geprüft werden. Ein früher Entwurf kann eine verworfene Idee enthalten. Allein der Besitz interner Unterlagen beweist daher nicht, dass ein beschriebenes System Bestandteil des fertigen Spiels wird.

Bereits 2015 hatte CD PROJEKT RED ein größeres Team für Cyberpunk 2077 als für Blood and Wine beschrieben. Auch diese Personalangabe bestätigte weder einen fertigen Produktionsstand noch einen Veröffentlichungstermin.

Archivhinweis: Dokumentiert ist die Stellungnahme vom Juni 2017. Das CD-PROJEKT-Logo ist ein Symbolbild, keine Aufnahme entwendeter Unterlagen.

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