Eine Privatperson aus den USA hat Valve wegen Wetten mit Waffen-Skins aus Counter-Strike: Global Offensive verklagt. Die am 24. Juni 2016 veröffentlichte Berichterstattung zur Klage beschreibt den Vorwurf, Valve profitiere von einem System, das E-Sport-Wetten mit virtuellen Gegenständen ermöglicht.
Bei den sogenannten Skins handelt es sich um kosmetische Waffenoberflächen. Sie konnten über verschiedene Portale gehandelt und teilweise gegen Geld verkauft werden. In der Klageschrift wurden sie deshalb mit Casino-Chips verglichen. Welche konkreten Vereinbarungen zwischen Valve und den beteiligten Portalen bestanden, war zu diesem Zeitpunkt nicht öffentlich geklärt.
Skins als Einsatz im E-Sport
Der Rechtsstreit bezog sich auf Wetten im Umfeld von Counter-Strike-Turnieren. Der Kläger sah Valve als treibende Kraft hinter dem Geschäftsmodell, weil das Unternehmen sowohl die Plattform als auch die handelbaren Gegenstände kontrollierte. Das waren Vorwürfe aus einer Klageschrift und keine gerichtliche Feststellung.
Die Debatte berührte damit zwei getrennte Ebenen: den professionellen Wettbewerb und den Geldwert virtueller Objekte. Schon 2015 hatte der Start einer Counter-Strike-Liga mit einer Million US-Dollar Preisgeld gezeigt, wie stark sich das Umfeld des Spiels professionalisierte. Die Klage richtete den Blick zusätzlich auf die Handelsinfrastruktur rund um die Skins.
