AMD hat am 5. Juni 2018 auf der Computex 2018 die zweite Generation von Ryzen Threadripper mit bis zu 32 Kernen und 64 Threads gezeigt. Die offizielle AMD-Pressemitteilung nannte das dritte Quartal 2018 als geplanten Startzeitraum.
Die Prozessoren basierten auf der 12-Nanometer-Fertigung und waren für rechenintensive Aufgaben wie Rendering, Postproduktion und Videokodierung vorgesehen. AMD zeigte die Plattform damit sowohl als High-End-Hardware für professionelle Arbeitsplätze als auch als Erweiterung des Ryzen-Portfolios für technisch anspruchsvolle PC-Systeme.
32 Kerne für Rendering und Entwicklung
Mit 32 Kernen und 64 Threads zielte die angekündigte Generation auf Anwendungen, die viele Rechenvorgänge parallel ausführen können. Dazu gehören unter anderem die Berechnung von Licht und Geometrie, das Erzeugen von Videodaten sowie längere Build- und Exportvorgänge in Produktionsumgebungen. Für einzelne Spiele ist die reine Kernzahl dagegen kein alleiniger Maßstab für die Leistung.
AMD sprach außerdem von einer Ausrichtung auf Premiumgeräte und Gaming. Die Ankündigung enthielt zur Computex noch keine vollständige Modellliste mit Preisen. Im Mittelpunkt stand die Demonstration der Plattform und der Hinweis auf die geplante Verfügbarkeit im dritten Quartal.
Radeon Vega und EPYC Rome im selben Ausblick
Auf derselben Pressekonferenz zeigte AMD außerdem eine kommende Radeon-Vega-Generation im 7-Nanometer-Verfahren für professionelle und Rechenzentrumsanwendungen. Für die EPYC-Plattform kündigte das Unternehmen den Codenamen Rome an. Erste Prozessoren sollten in der zweiten Jahreshälfte 2018 an Kunden zur Bemusterung gehen.
Die Computex-Ankündigung verband damit mehrere AMD-Produktlinien: Ryzen Threadripper für leistungsfähige Desktop- und Workstation-Systeme, Radeon Vega für GPU-beschleunigte Aufgaben und EPYC für Server- und Cloud-Infrastrukturen. Für Spieleentwicklung und Content-Produktion war vor allem die Kombination aus hoher Parallelleistung und geeigneter Grafikbeschleunigung relevant.

