Chrome 56: WebVR startet auf Daydream als Origin Trial

Google hat am 9. Februar 2017 WebVR-Angebote für Chrome und Daydream vorgestellt. Auf einem Daydream-fähigen Smartphone mit Daydream View lassen sich die unterstützten Webanwendungen direkt aus dem Browser im Headset öffnen. Grundlage ist Chrome 56 für Android. Die VR-Schnittstelle bleibt dabei zunächst ein Origin Trial.

Befristete Freigabe für teilnehmende Websites

Wie die technische Ankündigung der WebVR-API erklärt, können Entwickler die experimentelle Funktion über einen Origin Trial vorübergehend für Besucher ihrer Website aktivieren. Eine standardmäßige Freigabe für alle Seiten ist das nicht. WebVR stellt Informationen zu Position und Ausrichtung sowie zur stereoskopischen Ausgabe bereit; ergänzende Gamepad-Schnittstellen erschließen Eingaben des Daydream-Controllers.

Die Versionsmeldung zu Chrome 56.0.2924.87 für Android stammt bereits vom 1. Februar. Googles neue Präsentation zeigt nun konkrete Anwendungen für die VR-Funktion. Cardboard und native Desktop-WebVR-Unterstützung sind laut der technischen Ankündigung erst für spätere Chrome-Versionen vorgesehen. Die Bedienung einer angepassten Szene per Maus oder Touch auf einem normalen Bildschirm ist davon zu unterscheiden.

Bear 71 verbindet HTML5, three.js und VR

Zum vorgestellten Angebot gehören unter anderem Sketchfabs 3D-Szenen und das WebVR Lab von PlayCanvas, in dem sich Teleportation und Controller-Interaktion ausprobieren lassen. Ein ausführlicheres Entwicklungsbeispiel liefert das National Film Board of Canada: Für Bear 71 VR wurde eine Flash-Produktion von 2012 mit HTML5 und three.js neu umgesetzt. Die Dokumentation läuft damit am Desktop, auf Mobilgeräten und in VR.

Auch eine Audio-Visualisierung mit WebVR und three.js hatte bereits gezeigt, wie sich browserbasierte 3D-Szenen um räumliche Darstellung und alternative Eingaben ergänzen lassen. Die gemeinsame Webtechnik hebt die Unterschiede zwischen Geräten jedoch nicht auf: Headset-Ausgabe, Controller und Bildschirmbedienung bleiben getrennte Testfälle für die Anwendung.

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