Das Open-Source-Projekt Chord Code Coupling Detector visualisiert Abhängigkeiten in Softwareprojekten als Chord-Diagramm. Der Stand vom 23. Oktober 2015 war ein Proof of Concept, der sich an Teams mit großen und gewachsenen Codebasen richtet.
Methodenaufrufe im Diagramm
Als Beispieldaten dient das Eclipse-JDT-Projekt. Das Diagramm zeigt ausgehende und eingehende Methodenaufrufe auf Paketebene am Kreisrand. Filter, Ausschlüsse und Drill-downs führen von den Paketen bis zu einzelnen Klassen. Dadurch wird sichtbar, welche Bereiche eines Projekts besonders eng miteinander verbunden sind.
CSV statt eigener Quelltextanalyse
Der Chord Code Coupling Detector untersucht den Quelltext nicht selbst. Das Werkzeug liest die vorbereiteten Abhängigkeitsdaten aus einer CSV-Datei und stellt sie grafisch dar. Die Auswertung ergänzt damit vorhandene Code-Metriken, ersetzt sie aber nicht. Ein solcher Blick kann bei Portierungen und größeren Umbauten helfen, wenn die Daten vorher erzeugt werden. In das Umfeld der Entwicklungswerkzeuge gehört auch P4Eclipse, das Perforce 2015 für die Eclipse-Integration als Open Source freigab.
