Chaos Mesh ist eine Open-Source-Plattform für Chaos Engineering in Kubernetes. Das Projekt injiziert kontrollierte Fehler in einer Testumgebung, damit Teams die Reaktion von Anwendungen, Netzwerken und Infrastruktur beobachten können. Die offizielle Projektseite auf GitHub dokumentiert Installation, Experimente und die Architektur.
Fehler gezielt in Pods und Nodes einbringen
Chaos Mesh wird als Erweiterung der Kubernetes-API installiert. Experimente können unter anderem CPU- und Speicherauslastung erhöhen, Netzwerkpakete verzögern oder verwerfen und Prozesse beziehungsweise Dateisysteme beeinflussen. Die Auswahl der betroffenen Pods, Namespaces oder Nodes erfolgt über Selektoren. Dadurch bleibt der Testbereich begrenzt.
Die CNCF führt Chaos Mesh als Projekt für Kubernetes und Cloud-Native-Umgebungen. Ein CNCF-Profil zu Chaos Mesh nennt Fault Injection, Chaos Workflows und die visuelle Verwaltung als zentrale Bestandteile. Workflows können mehrere Experimente nacheinander oder parallel ausführen.
Dashboard und kontrollierte Experimente
Das Dashboard erleichtert die Erstellung und Überwachung von Experimenten. Für reproduzierbare Tests lassen sich Zeitpläne und Workflows definieren. Die Ergebnisse sollten mit Metriken aus dem Monitoring, Logs und Traces kombiniert werden. Erst der Abgleich zeigt, ob ein Dienst einen Ausfall erkennt, korrekt umschaltet und sich nach dem Ende des Experiments wieder stabil verhält.
Chaos Engineering gehört in eine abgesicherte Testumgebung. Vor dem Start müssen Zuständigkeiten, Abbruchbedingungen und betroffene Ressourcen feststehen. Ein älterer XboxDev-Beitrag zu Kubernetes-Monitoring beschreibt ergänzend, welche Beobachtbarkeit für die Bewertung solcher Tests benötigt wird.
