Samsung hat am 5. Januar 2026 sein neues Odyssey-Monitorportfolio für die CES 2026 vorgestellt und dabei mit dem Odyssey 3D den nach Herstellerangaben weltweit ersten 6K-Monitor mit brillenloser 3D-Darstellung präsentiert. Das 32 Zoll große Modell löst mit 6144 x 3456 Bildpunkten auf und kombiniert ein IPS-Panel mit einer Bildwiederholrate von 165 Hz. Gezeigt wird die komplette Reihe vom 6. bis 9. Januar in Las Vegas.
Den räumlichen Eindruck erzeugt der Odyssey 3D über eine lentikulare Linsenschicht in Verbindung mit einem Echtzeit-Eye-Tracking. Kameras erfassen die Blickrichtung und Position des Nutzers, woraufhin das System Tiefe und Perspektive für jedes Auge separat anpasst. So entsteht ein dreidimensionaler Bildeindruck ohne zusätzliche Brille oder Headset. Für schnelle Spielszenen lässt sich die native Auflösung im Dual-Mode reduzieren, wodurch die Bildwiederholrate auf 330 Hz steigt. Als Reaktionszeit gibt Samsung 1 ms (GtG) an, die Anbindung erfolgt über HDMI 2.1 und DisplayPort 2.1.
Dual-Mode-Panels mit bis zu 1.040 Hz
Neben dem 3D-Modell rücken die hohen Bildwiederholraten in den Mittelpunkt der Ankündigung. Der 27 Zoll große Odyssey G6 arbeitet nativ mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln und 600 Hz. Über eine Dual-Mode-Funktion lässt sich die Frequenz bei reduzierter Auflösung auf bis zu 1.040 Hz anheben, was den Monitor auf kompetitive Anwendungsfälle ausrichtet. Das Dual-Mode-Prinzip findet sich inzwischen bei mehreren Herstellern. Ergänzt wird die Reihe durch den Odyssey OLED G8 im 32-Zoll-Format, der ein QD-OLED-Panel mit 4K-Auflösung und 240 Hz bietet und nach Herstellerangaben für VESA DisplayHDR True Black 500 zertifiziert ist.
Brillenloses 3D stellt hohe Anforderungen an Grafikleistung und Inhalte
Mit der erneuten Wette auf brillenlose 3D-Darstellung verfolgt Samsung einen Ansatz, der sich von früheren 3D-Versuchen am Markt durch die Kombination aus hoher Auflösung und kamerabasiertem Eye-Tracking abhebt. Beim reinen Tempo hatte das Unternehmen bereits zuvor nachgelegt, etwa mit dem ersten 500-Hz-OLED-Modell. Für die Gaming-Hardware ist relevant, dass sowohl die 6K-3D-Darstellung als auch die Frequenzen jenseits von 1.000 Hz erhebliche Anforderungen an Grafikleistung und Schnittstellen stellen. Ob sich glasses-free 3D als Format im PC- und Konsolenumfeld durchsetzt, hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit unterstützter Inhalte und der Einbindung in bestehende Toolchains ab. Preise und konkrete Verfügbarkeitstermine nannte Samsung in der Ankündigung nicht.