NVIDIA hat im Rahmen der Keynote von CEO Jensen Huang am 6. Januar 2025 auf der CES 2025 die GeForce RTX 50-Serie vorgestellt. Die Grafikkarten basieren auf der neuen Blackwell-Architektur und reichen vom Spitzenmodell GeForce RTX 5090 für 1.999 US-Dollar bis zur GeForce RTX 5070 für 549 US-Dollar. Dazwischen positioniert NVIDIA die RTX 5080 für 999 US-Dollar und die RTX 5070 Ti für 749 US-Dollar. RTX 5090 und RTX 5080 sollen ab dem 30. Januar 2025 verfügbar sein, die beiden 5070-Modelle ab Februar 2025.
Das Spitzenmodell RTX 5090 bietet laut NVIDIA 21.760 CUDA-Kerne sowie 32 GB GDDR7-Speicher mit einer Bandbreite von 1.792 GB/s. Die RTX 5080 verfügt über 16 GB GDDR7 bei 960 GB/s, die RTX 5070 Ti über 16 GB GDDR7 bei 896 GB/s und die RTX 5070 über 12 GB GDDR7 bei 672 GB/s. Die Blackwell-Architektur umfasst bis zu 92 Milliarden Transistoren und kombiniert Tensor-Kerne der fünften Generation mit Ray-Tracing-Kernen der vierten Generation. NVIDIA gibt an, dass die RTX 5090 in geeigneten Szenarien die doppelte Leistung der RTX 4090 erreicht. Den Chip der RTX 5090 findet man inzwischen auch in mobilen Formfaktoren wie dem kompakten Asus ROG NUC mit RTX 5090 Laptop-GPU wieder.
DLSS 4 mit Multi Frame Generation und Reflex 2
Zentrale Neuerung der Serie ist DLSS 4 mit Multi Frame Generation. Die Technik erzeugt nach Angaben von NVIDIA bis zu drei zusätzliche Bilder pro traditionell gerendertem Frame und soll im Zusammenspiel mit dem übrigen DLSS-Funktionsumfang Bildraten um bis zum Achtfachen gegenüber klassischem Rendering steigern. Die Multi Frame Generation bleibt der RTX 50-Serie vorbehalten. Ergänzend stellte NVIDIA Reflex 2 vor, das die Eingabe-Latenz um bis zu 75 Prozent reduzieren soll. Reflex 2 kombiniert den bekannten Low-Latency-Modus mit einer neuen Frame-Warp-Technik, die das gerenderte Bild kurz vor der Ausgabe an den letzten registrierten Mauseingabe-Zustand anpasst.
Über die Bildgenerierung hinaus setzt NVIDIA auf neuronale Renderverfahren. RTX Neural Shaders und FP4-Präzision für KI-Lasten zählen zu den Bestandteilen der Plattform, die über das Microsoft-Cooperative-Vectors-Modell in DirectX ansprechbar werden sollen. Wie sich diese Verfahren in der Praxis verhalten, zeigte der Hersteller später bei seinen Neural-Rendering-Demonstrationen auf der GDC 2025. Die Ray-Tracing-Leistung steigt nach Herstellerangaben unter anderem durch eine Verdopplung der Ray-Triangle-Intersection-Rate.
Was die Serie für Entwickler bedeutet
Für die Spieleentwicklung dient die Serie als Basis einer neuen Generation von Windows-PC-Gaming-Systemen. Multi Frame Generation, neuronale Shader und FP4-Inferenz verlagern Rechenlast stärker auf die Tensor-Kerne. Studios, die diese zusätzliche Leistung ausschöpfen wollen, müssen ihre Engines entsprechend anpassen. Die technische Nähe zwischen Windows-PC und dem Xbox-Ökosystem macht die Plattform auch für Teams interessant, die ihre Titel über beide Wege ausliefern. NVIDIA kündigte zudem GeForce-RTX-50-Notebooks für März 2025 an, die laut Hersteller eine um bis zu 40 Prozent verbesserte Akkulaufzeit erreichen sollen.