CES 2025: NVIDIA ACE bringt autonome KI-Charaktere in inZOI und NARAKA

NVIDIA hat am 6. Januar 2025 auf der CES in Las Vegas seine ACE-Technologie zu sogenannten Autonomous Game Characters erweitert. Bisher erzeugte ACE nur dialogfähige NPCs. Die neuen KI-Figuren sollen wahrnehmen, planen und so handeln wie menschliche Mitspieler. Zu den ersten Titeln mit der Technik zählen das Lebenssimulationsspiel inZOI von KRAFTON und NARAKA: BLADEPOINT MOBILE PC VERSION von NetEase. Schon zuvor hatte NVIDIA ähnliche Anwendungen mit Partnern aus Südkorea gezeigt.

Kleine Sprachmodelle für Wahrnehmung und Planung

Hinter den autonomen Charakteren stecken kompakte Sprachmodelle, die lokal auf der GPU laufen. Für die Kognition nutzt NVIDIA die Modellreihe Mistral-Nemo-Minitron, verfügbar in Varianten mit 8B, 4B und 2B Parametern und einem Kontextfenster von 128k. Die Wahrnehmung übernehmen die multimodalen Modelle NemoAudio-4B-Instruct und NemoVision-4B-128k-Instruct, die Audio, Text und Bild verarbeiten. Laut Hersteller erlaubt dieser Aufbau eine Planung in jener Frequenz, die für realistische Entscheidungen nötig ist.

In inZOI steuern als Smart Zoi bezeichnete Co-Playable Characters ihr Verhalten anhand eigener Lebensziele und reagieren autonom auf ihre Umgebung und auf andere Figuren. In NARAKA: BLADEPOINT MOBILE PC VERSION treten per ACE erzeugte KI-Mitspieler einer Spielgruppe bei, helfen im Kampf und spüren gezielt Gegenstände auf. Die Inferenz läuft dabei lokal auf dem Endgerät. Beide Spiele integrierten die Funktion im März 2025.

Bezug zu Neural Shading und DirectX

Neben ACE zeigte NVIDIA auf der CES 2025 seine RTX Neural Shaders. Sie trainieren und führen kleine neuronale Netze direkt in programmierbaren Shadern aus und berechnen so Texturen, Materialien und Beleuchtung effizienter. Beide Ansätze folgen demselben Prinzip: kompakte KI-Modelle lokal auf RTX-Hardware. Zusätzlich kündigte NVIDIA an, die Neural-Shading-Unterstützung gemeinsam mit Microsoft über das DirectX-12-Agility-SDK bereitzustellen. Die Vorabversion mit der Funktion Cooperative Vectors, die Entwicklern aus DirectX-Shadern heraus direkten Zugriff auf die RTX Tensor Cores gibt, war für April 2025 geplant.

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