Bei der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen am 8. Mai 2024 hat Co-CEO Michał Nowakowski erklärt, dass CD Projekt künftig häufiger mehrere große Spiele parallel entwickeln und in kürzeren Abständen veröffentlichen will.
Auf die Frage, ob das polnische Studio über genügend Kapazitäten verfüge, um sich auf mehrere große Produktionen gleichzeitig zu konzentrieren, verwies Nowakowski auf die Vergangenheit: Bereits während der Entwicklung der Erweiterung Phantom Liberty, an der fast 300 Personen arbeiteten, habe man parallel bereits am Projekt Polaris gearbeitet. Ähnliches gelte auch aktuell.
Vier Großprojekte gleichzeitig in Arbeit
Laut Nowakowski laufen bei CD Projekt derzeit mehrere Großprojekte parallel: Polaris, der erste Teil einer neuen Witcher-Trilogie, entsteht federführend in Polen. Die Cyberpunk-Fortsetzung, intern als Orion bekannt, wird vom Boston-Studio entwickelt. Ebenfalls in Boston arbeitet das mit The Molasses Flood gegründete Team an Project Sirius, einem Witcher-Spin-off. Hinzu kommt das gemeinsam mit Canis Majoris entstehende Remake des ersten Witcher-Teils. Nowakowski kündigte an, die Veröffentlichungskadenz von CD Projekt insgesamt erhöhen zu wollen, ohne konkrete Abstände zwischen den einzelnen Titeln zu nennen.
Personalzahlen aus dem Quartalsbericht
Aus den veröffentlichten Zahlen geht hervor, dass im April 2024 insgesamt 407 Entwickler an Polaris arbeiteten. Alle drei geplanten Teile der neuen Witcher-Trilogie sollen laut CD Projekt innerhalb von sechs Jahren erscheinen. An Orion waren zu diesem Zeitpunkt 56 Mitarbeiter beteiligt, 39 arbeiteten an Project Sirius, 20 an der neuen Original-IP Hadar und 13 weitere an anderen, nicht näher benannten Projekten.
