Careers Survey 2018: Überstunden bleiben trotz weniger Kritik verbreitet

GamesIndustry.biz hat am 24. Juli 2018 die Ergebnisse seiner Careers Survey 2018 veröffentlicht. Fast 700 Personen beteiligten sich an der anonymen Befragung. In den offenen Kommentaren erwähnten 24,9 Prozent Crunch, Überstunden oder schlechte Arbeitsbedingungen, gegenüber 73 Prozent im Vorjahr. Das misst Beschwerden, nicht unmittelbar den Umfang geleisteter Mehrarbeit.

Nur 14,2 Prozent gaben an, nie über die vertragliche Arbeitszeit hinaus arbeiten zu müssen. Zusätzliche Arbeit wurde bei 24,7 Prozent oft und bei 11,4 Prozent sehr oft erwartet. Weniger Kritik in Kommentaren bedeutet deshalb nicht, dass Überstunden verschwunden sind.

Gehälter und Zusammensetzung der Stichprobe

Der Mittelwert der Jahresgehälter sank von 52.685 auf 50.542 US-Dollar, der Median von 51.619 auf 50.000 US-Dollar. Für diese Berechnung entfernte das Magazin Einkommen unter 14.000 und über 100.000 US-Dollar. Die Werte beschreiben also einen begrenzten Ausschnitt der Befragung, nicht alle Einkommen der Branche.

76 Prozent der Teilnehmenden arbeiteten in Entwicklungsrollen. Großbritannien stellte 35,9 Prozent, die USA 24,8 Prozent der Antworten. Der britische Anteil war im Vorjahr höher. Die unterschiedliche Zusammensetzung begrenzt direkte Jahresvergleiche; die Ergebnisse sind keine Vollerhebung des internationalen Games-Arbeitsmarkts.

Bereits die IGDA-Studie zu Arbeitsbedingungen und Überstunden hatte Beschäftigte, Freelancer und Selbstständige getrennt betrachtet. Diese Gruppen sind für die Bewertung von Arbeitszeit und sozialer Absicherung nicht austauschbar.

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