Wenige Tage vor der Bundestagswahl 2025 sprach FDP-Parteichef Christian Lindner im #gamechanger-Talk des Branchenverbands game über die Rahmenbedingungen für die deutsche Games-Branche. Der Verband hatte das Gespräch am 17. Februar angekündigt und als Schwerpunkt die steuerliche Games-Förderung genannt. Die Ankündigung steht auf der offiziellen Seite des game-Verbands.
Steuerliche Anreize statt klassischer Subventionen
Lindner sprach sich in der rund 45-minütigen Sendung für ein steuerliches Anreizmodell aus. Die Games-Entwicklung in Deutschland solle international wettbewerbsfähiger werden. Dazu zählte er unter anderem eine konkurrenzfähige Besteuerung und niedrigere Energiepreise. Klassische Subventionen lehnte er als dauerhafte Grundlage der Wirtschaftspolitik ab.
Die Aufzeichnung wurde über den Twitch-Kanal des game-Verbands bereitgestellt. Im Gespräch mit Geschäftsführer Felix Falk ging es außerdem um die Zuständigkeiten der Games-Politik und die Idee eines Digitalministeriums.
E-Sport und Gründungsförderung
Beim Thema Gemeinnützigkeit des E-Sports kündigte Lindner einen erneuten politischen Anlauf nach der Wahl an, falls die FDP wieder in den Bundestag einzieht. Damit berührte die Sendung neben Steuer- und Standortfragen auch die rechtliche Einordnung des organisierten Spielbetriebs.
Der gamechanger-Talk war Teil einer Reihe von Gesprächen mit Parteien und politischen Entscheidungsträgern. Die Förderrichtlinien für Spieleentwicklung und die Planbarkeit von Gründungen bleiben damit zentrale Punkte in der deutschen Games-Politik.
