Bundes-Gamesförderung 2026: Über 80 Millionen Euro an Fördergeldern noch ungenutzt

Zur Jahreshälfte 2026 ist erst knapp ein Drittel des Budgets verplant, das die Bundesregierung für die Computerspiele-Förderung bereitgestellt hat. Wie aus Zahlen des Fördermittel-Radars hervorgeht, wurden von den für dieses Jahr veranschlagten 125 Millionen Euro erst rund 40 Millionen Euro beantragt und knapp 35 Millionen Euro bewilligt. Bis Jahresende stehen somit noch über 80 Millionen Euro an ungenutzten Fördergeldern zur Verfügung.

Nachwirkungen des langen Antragsstopps

Grund für die zögerliche Nachfrage sind laut Felix Falk, dem Geschäftsführer des Branchenverbands Game, die Nachwirkungen des vorangegangenen, eineinhalbjährigen Antragsstopps. Dieser habe die wirtschaftliche Dynamik gelähmt und das Vertrauen von Studios und internationalen Partnern nachhaltig beschädigt. Das Vertrauen in den Standort Deutschland müsse erst langsam wieder aufgebaut werden. Zudem drängt der Verband weiterhin auf die Einführung von Steuergutschriften (Tax Credits) als verlässlicheres und planbareres Förderinstrument.

Erhoehung der Maximalsumme pro Projekt

Das aktuelle Fördersystem sieht vor, dass der Bund mindestens 25 Prozent der Entwicklungskosten übernimmt – bei Startups sogar 50 Prozent. Nach dem Neustart der Förderung wurde die maximale Fördersumme pro Projekt auf 8 Millionen Euro vervierfacht. Das erste Spiel, das diesen Höchstsatz ausschöpft, ist der Nachfolger von Everspace 2 des Hamburger Entwicklers Rockfish Games. Diskussionen zur Zukunft der Förderung dürften im August auf der Gamescom 2026 anstehen, zu der auch Games-Ministerin Dorothee Bär (CSU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) erwartet werden.

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