Blizzard: Fast 1.900 Beschäftigte ratifizieren erste Tarifverträge

Nahezu 1.900 gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte von Blizzard haben ihren ersten Tarifverträgen mit dem Microsoft-Unternehmen zugestimmt. Die CWA meldete den Abschluss am 9. September nach rund zwei Jahren Verhandlungen. Erfasst werden unter anderem World of Warcraft, Hearthstone, Warcraft Rumble, Overwatch, Diablo, Qualitätssicherung sowie zentrale Technik- und Franchise-Teams.

KI-Nutzung wird Verhandlungssache

Die Verträge verlangen, dass Blizzard über den Einsatz künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz mit der Gewerkschaft spricht, ihn bewertet und darüber verhandelt. Hinzu kommen Lohnerhöhungen, Beschwerdeverfahren, Schutz vor unbegründeten Disziplinarmaßnahmen und Regelungen für hybride Arbeit mit drei Bürotagen sowie für Fernarbeit und Behinderungen.

Bei Entlassungen gelten Rückkehrrechte für offene Stellen über die Blizzard-Verhandlungseinheiten hinweg, und zwar für 14 Monate ab Ankündigung der Entlassung. Gewerkschaftsmitglieder erhalten zudem vier zusätzliche Wochen Abfindung unabhängig von ihrer Betriebszugehörigkeit.

Innerhalb von Microsofts Spieleorganisation hatte bereits Raven Software einen ersten Tarifvertrag abgeschlossen. Der Blizzard-Abschluss betrifft nun mehrere Spielereihen und gemeinsam genutzte Dienste.

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