Bandai Namco: Games-Sparte verliert im ersten Quartal an Umsatz

Bandai Namco Holdings hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019 einen Konzernumsatz von 150,899 Milliarden Yen erzielt. Der offizielle Quartalsbericht vom 7. August 2018 weist damit ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Das Betriebsergebnis stieg um 14,6 Prozent auf 17,897 Milliarden Yen, der den Anteilseignern zurechenbare Gewinn um 8,4 Prozent auf 14,637 Milliarden Yen.

Der für Spiele zuständige Geschäftsbereich Network Entertainment entwickelte sich dagegen schwächer. Der Umsatz fiel auf 69,982 Milliarden Yen, 5,4 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Das Segmentergebnis sank von 12,753 auf 10,207 Milliarden Yen. Im Bericht führt Bandai Namco für das erste Quartal 4,031 Millionen verkaufte Einheiten von Home-Video-Spielen auf, nach 5,622 Millionen Einheiten im Vorjahreszeitraum.

Weniger Spieleverkäufe, höhere Entwicklungsinvestitionen

Bandai Namco veröffentlichte im ersten Quartal 22 neue Home-Video-Game-Titel. Die Zahl lag damit auf dem Niveau des Vorjahres, die verkaufte Stückzahl blieb jedoch deutlich darunter. Der Konzern trennte lokalisierte Fassungen in seiner Übersicht zusätzlich aus, um Doppelzählungen innerhalb der Regionen zu vermeiden.

Gleichzeitig erhöhte Bandai Namco die Ausgaben für Game-Content-Forschung und -Entwicklung von 16,148 auf 21,452 Milliarden Yen. Das entspricht einem Anstieg von 32,8 Prozent. Die Zahlen beschreiben damit nicht nur die aktuelle Nachfrage, sondern auch die Investitionen in kommende Spieleproduktionen. Einen früheren Blick auf die Quartalszahlen eines Spielepublishers liefert der Bericht zu Focus Home Interactive.

Prognose für das Gesamtjahr bleibt niedriger

Für das gesamte Geschäftsjahr hielt Bandai Namco an einer Umsatzprognose von 650 Milliarden Yen fest. Das liegt unter dem Vorjahreswert von 678,312 Milliarden Yen. Für Network Entertainment plant der Konzern 300 Milliarden Yen Umsatz und 35 Milliarden Yen operatives Ergebnis. Im Vorjahr erreichte das Segment 326,537 Milliarden Yen Umsatz und 50,150 Milliarden Yen operatives Ergebnis.

Der Bericht zeigt damit ein gemischtes Bild: Der Gesamtkonzern wuchs im ersten Quartal, während die Games-Sparte weniger Spiele verkaufte und niedrigere Segmentgewinne meldete. Gleichzeitig flossen mehr Mittel in die Entwicklung neuer Inhalte, was die zentrale operative Reaktion auf die schwächere erste Quartalsbilanz war.

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