Amazon Web Services hat am 29. November 2018 Custom Runtimes und Lambda Layers für AWS Lambda vorgestellt. Die Runtime API erlaubt eigene Laufzeitumgebungen. Layers enthalten Code und Daten, die mehrere Funktionen gemeinsam verwenden können.
Bis zu fünf Layers lassen sich einer Funktion zuweisen. Jede veröffentlichte Layer-Version ist unveränderlich. AWS entpackt sie der Reihe nach unter /opt, wobei spätere Layers frühere Dateien überschreiben können.
Eigene Laufzeit muss zur Ausführungsumgebung passen
Eine ausführbare bootstrap-Datei kommuniziert per HTTP mit Lambda: Sie empfängt Aufrufe und liefert Ergebnisse zurück. Die offizielle Release-Mitteilung nennt Referenzimplementierungen für C++ und Rust. Die Sprachwahl bleibt an Programme gebunden, die in der Lambda-Umgebung laufen.
Die C++-Startanleitung beschreibt den Build mit CMake und einem C++11-Compiler. Amazon Linux 2 wird zum Start ausdrücklich noch nicht unterstützt. Die Anleitung bezieht sich auf die damalige Lambda-Ausführungsumgebung.
AWS hatte bereits Chalice für Python-Anwendungen mit Lambda bereitgestellt. Eigene Laufzeiten erweitern nun die Auswahl, während Layers die getrennte Pflege von Funktionscode und Abhängigkeiten erleichtern. Das ist etwa für ereignisgesteuerte Backend-Werkzeuge relevant, nicht automatisch ein vollständiger Spieleserver.

