Aus Beam wird Mixer: Microsoft führt Co-Streaming und Mixer Create ein

Microsoft hat am 25. Mai 2017 angekündigt, seine interaktive Streamingplattform Beam in Mixer umzubenennen. Der Schritt soll die internationale Ausweitung des Dienstes ermöglichen, der seit der Übernahme im August 2016 zu Microsoft gehört. Zusammen mit dem neuen Namen startet das Unternehmen zwei zentrale Funktionen: Co-Streaming und die Broadcasting-App Mixer Create.

Das technische Verkaufsargument der Plattform bleibt die geringe Latenz. Nach Angaben von Microsoft liegt die Verzögerung zwischen Streamer und Zuschauer bei Mixer rund 10 bis 20 Sekunden unter der konkurrierender Dienste, sodass Interaktion nahezu in Echtzeit stattfindet. Auf dieser Basis baut der Anbieter die neuen Werkzeuge auf.

Co-Streaming und Mixer Create

Co-Streaming erlaubt es bis zu vier Streamern, ihre Übertragungen zu einem gemeinsamen Erlebnis zusammenzuführen. Die Zuschauer sehen die Inhalte in geteilter Darstellung und greifen auf einen zusammengeführten Chat zu. Damit lassen sich etwa Mehrspielerpartien aus mehreren Perspektiven gleichzeitig verfolgen, ohne dass zwischen einzelnen Kanälen gewechselt werden muss.

Mixer Create ist eine mobile Anwendung zum Senden vom Smartphone. Die App startet in einer Beta-Phase, auf Android öffentlich verfügbar, auf iOS zunächst über TestFlight per Einladung. Microsoft kündigte an, über die App später auch mobiles Gameplay direkt streamen zu können. Damit adressiert der Dienst Inhalte, die über klassisches PC- und Konsolenstreaming hinausgehen.

Integration in Xbox One und neue Studios

Zum Start des neuen Markennamens kommt Channel One hinzu, ein moderierter Dauerkanal, der Veröffentlichungen, Events und Tipps bündelt. Für Mitglieder des Xbox-Insider-Programms richtet Microsoft außerdem eine kuratierte Mixer-Seite im Xbox-One-Dashboard ein. Für die E3-Berichterstattung kündigte das Unternehmen Übertragungen in 4K an.

Hinzu kommt das Mixer NYC Studio, eine professionelle Anlage für Gaming und Esport im Microsoft-Flagshipstore in Manhattan. Microsoft kombiniert damit das Rebranding mit neuen Funktionen und physischer Infrastruktur und stellt den Dienst breiter gegenüber etablierten Streamingplattformen auf. Wie sich diese Strategie langfristig auswirkte, lässt sich rückblickend an der späteren Schließung von Mixer ablesen.

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