Atari will den Vorverkauf der neuen VCS-Plattform am 30. Mai 2018 über Indiegogo starten. Das Unternehmen nannte den Termin in einer offiziellen Mitteilung vom 30. April. Die frühe Onyx-Ausgabe sollte ab 199 US-Dollar angeboten werden, die ersten Lieferungen waren für das Frühjahr 2019 geplant.
Neben dem schwarzen Onyx-Modell kündigte Atari eine Collector’s Edition mit Holzfront an. Zum geplanten Zubehör gehörten ein überarbeiteter Classic Joystick und ein Modern Controller. Die beiden Eingabegeräte entstanden laut Atari in Zusammenarbeit mit PowerA und sollten auch einzeln erhältlich sein.
AMD-Chip und Linux als technische Basis
Atari beschrieb die VCS als neue, vernetzte Plattform für Spiele, Medieninhalte und Streaming. Ein maßgefertigter Prozessor von AMD mit Radeon-Grafik sollte 4K-Auflösung, HDR und Inhalte mit 60 Bildern pro Sekunde ermöglichen. Hinzu kamen integrierter und erweiterbarer Speicher, Dual-Band-WLAN, Bluetooth 5.0 und USB 3.0.
Das Unternehmen wollte außerdem ein anpassbares System mit Zugriff auf klassische und moderne Inhalte anbieten. Zum Lieferumfang sollte Atari Vault mit mehr als 100 Klassikern gehören. Die technische Ausrichtung auf PC-nahe Hardware und verschiedene Inhalte unterschied die angekündigte Plattform von reinen Mini-Konsolen. Einen ähnlichen Blick auf Retro-Hardware und offene Software bot zuvor die C64 Mini mit RetroPie.
Atari setzte bei der Finanzierung zunächst auf Crowdfunding und wollte die Nachfrage mit der Kampagne messen. Vollständige technische Daten sollten erst zum Start des Vorverkaufs veröffentlicht werden. Damit blieben zum damaligen Zeitpunkt sowohl die genaue Ausstattung als auch das geplante Spieleangebot teilweise offen.

