Der Developer-Blog zeigte am 31. März 2018, wie sich ein C64 Mini mit einem Raspberry Pi nachbauen lässt. Grundlage ist die Retro-Gaming-Distribution RetroPie mit dem C64-Emulator VICE. Das Projekt verbindet die Bedienung eines kompakten Retro-Rechners mit frei wählbarer Raspberry-Pi-Hardware.
Für die Einrichtung wird eine laufende RetroPie-Installation vorausgesetzt. Der VICE-Emulator lässt sich über das RetroPie-Setup als Binärpaket installieren. Danach nimmt das System C64-Spiele in den Formaten CRT, C64, G64, T64, TAP und X64 aus dem Ordner roms/c64 auf. Bereits das Raspberry-Pi-Handheld Pip verband Spiele und Programmierung in einem kompakten Eigenbau.
VICE und Spieleordner in RetroPie
Die Auswahl des C64-Emulators erfolgt im RetroPie-Setup über die optionalen Pakete. Nach der Installation werden die Spieldateien auf die Speicherkarte kopiert und nach einem Neustart in der Oberfläche angezeigt. Damit bleibt die Konfiguration offen für unterschiedliche Raspberry-Pi-Modelle und Speichermedien.
Der Selbstbau kann zusätzlich ein eigenes Gehäuse erhalten. Der ursprüngliche Beitrag beschreibt dafür einen 3D-Druck und verweist auf eine C64-inspirierte Form. Das Projekt ist damit nicht nur ein Emulator-Setup, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Retro-Hardware, Linux-Software und einfache Fertigung zu einer eigenen Spielplattform verbunden werden.
Im Vergleich zum kommerziellen C64 Mini lässt sich die Raspberry-Pi-Variante stärker anpassen und mit weiteren RetroPie-Systemen kombinieren. Für die Nutzung der Spiele bleiben deren Urheberrechte und die rechtmäßige Beschaffung der jeweiligen Dateien maßgeblich.

