Ars Electronica und Intel haben am 10. September 2016 mit Drone 100 einen Schwarm aus 100 beleuchteten Quadrocoptern über der Donau in Linz fliegen lassen. Der Festivalrückblick des Veranstalters bestätigt die Europapremiere und mehr als 100.000 Zuschauer im Donaupark. Die Aufführung gehörte zur Ars Electronica 2016 und ging der Klangwolke voraus.
Animation wird in Flugbahnen übersetzt
Die als Spaxels bezeichneten Geräte tragen programmierbare LED-Module. In einem vor dem Festival veröffentlichten Technikgespräch erklären die Futurelab-Mitarbeiter Chris Bruckmayr und Andreas Jalsovec den Arbeitsablauf: Die Choreografie verbindet Partikelanimation mit der Animation von Figuren und räumlichen Formen. Anschließend wird sie in eine selbst entwickelte Bodenkontrollsoftware exportiert und dort simuliert.
Die Simulation berücksichtigt Grenzen der Fluggeräte, darunter Trägheit, Geschwindigkeit und Ungenauigkeiten. Parallel läuft die Musik, damit Bewegung und LED-Sequenzen zusammenpassen. Erst nach den Tests wird die geplante Bewegung in GPS-Daten übertragen. Akkulaufzeit, Abstände und die örtliche Startfläche begrenzen dabei die gestalterischen Möglichkeiten.
Vier Piloten überwachen den vorgegebenen Ablauf
Nach Angaben des Teams kontrolliert ein Pilot den gesamten Schwarm am Bildschirm, drei weitere überwachen jeweils einen Teil. Geprüft werden unter anderem Funkverbindung, Satellitenempfang und Akkuzustand. Die Flugbahnen sind vorgegeben; bei einer Kollisionswarnung oder Abweichung kann das Team eingreifen, einzelne Drohnen herausnehmen und landen lassen.
Der technische Kern liegt damit zwischen Animationswerkzeug und Steuerung realer Geräte. Eine optisch passende Form reicht nicht aus: Auch die Übergänge müssen innerhalb der physikalischen Grenzen funktionieren. Das unterscheidet diese räumliche Darstellung von einer frei berechneten Bildschirmanimation.

