Aonic kauft Mehrheit an Tiny Roar: Gründer behalten kreative Kontrolle

Aonic hat die Mehrheit am Hamburger Spielestudio Tiny Roar übernommen. Die Gründer Robert Koch und Maurice Hagelstein führen die Entwicklung weiter. Für das Team soll die Beteiligung vor allem mehr Zeit und finanzielle Sicherheit bringen, um an eigenen Spielen zu arbeiten.

Die schwedische Gruppe übernimmt damit nicht die kreative Arbeit im Studio: Konzeption und Produktion bleiben in Hamburg. Das bestätigt auch der an der Übernahme beteiligte Rechtsberater Pier11. Tiny Roar besteht seit 2015 und arbeitet unter anderem an Lou’s Lagoon und dem Aufbauprojekt Wanderful.

Mehr Zeit für eigene Spiele statt ständiger Auftragssuche

Im Interview mit Gamecity Hamburg erklärt der Mitgründer, Tiny Roar könne seine nächsten Projekte selbst auswählen und mit mehr Zeit und Budget entwickeln.

Eine automatische Freigabe für beliebige Ideen bedeutet das nicht: Vor dem Produktionsstart brauche es weiterhin einen Prototyp und ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept. Hagelstein sieht außerdem Vorteile darin, Entwicklung und Publishing innerhalb derselben Gruppe abzustimmen.

Der Kontakt begann auf der gamescom

Den Ausgangspunkt der Partnerschaft beschreibt Hagelstein als Treffen mit einem früheren Kollegen auf der gamescom 2022. Vom ersten Gespräch bis zur Unterschrift seien elf Monate vergangen.

Mitarbeiter sollen über ihre eigentlichen Aufgaben hinaus an Projekten mitwirken können: Bei Lou’s Lagoon hat laut Hagelstein etwa ein Character Animator einen großen Teil der Flugmechanik entwickelt.

Titelbild: Aonic / Tiny Roar

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