AMD hat am 13. März 2017 Stellung zur Spieleleistung der Ryzen-Prozessoren unter Windows 10 genommen. Nach den internen Untersuchungen des Herstellers arbeitet der Windows-10-Scheduler korrekt mit der Zen-Architektur zusammen. Die Leistungseinbußen in einzelnen Spielen führt AMD stattdessen auf die Energieverwaltung und die noch nicht angepasste Software zurück.
Im Energiesparplan „Ausbalanciert“ kann Windows ungenutzte Kerne parken. Beim Aufwecken entstehen Latenzen, die sich bei wechselnder Last bemerkbar machen können. AMD empfiehlt für Ryzen-Systeme deshalb vorerst den Energiesparplan „Höchstleistung“. Ein für Anfang April angekündigtes Update soll die Parameter des ausgeglichenen Profils anpassen.
Core Parking betrifft Spielelasten
Die Diskussion betrifft vor allem Szenarien mit wechselnder Auslastung und hohen Anforderungen an die Reaktionszeit. AMD beschreibt in der Ryzen-Dokumentation für Entwickler die Unterschiede zwischen dem ausgewogenen Profil und dem Höchstleistungsprofil. Beim Höchstleistungsprofil bleibt Core Parking deaktiviert, während das ausgewogene Profil Kerne abhängig von der Auslastung parkt.
Die ersten Ryzen-7-Modelle waren Anfang März für PC-Spieler, Content-Produzenten und technische Enthusiasten gestartet. Der Ryzen-7-Start mit drei Achtkern-Prozessoren hatte bereits auf die Spieleleistung der neuen AM4-Plattform verwiesen. Die Windows-Anpassung sollte nun einen Teil der Unterschiede zwischen Anwendungen und Spielen erklären, ohne einen Fehler im Scheduler zu bestätigen.

