AMD hat bei den neuen Prozessoren mit Zen-2-Technik auch die Übertaktungsfunktionen verändert und das Overclocking-Tool Ryzen Master dafür aufgefrischt. Ein Redaktionsbericht von heise online vom 11. September 2019 erklärt anhand der c’t-Ausgabe 19/2019, welche Parameter beim Reizen eines Ryzen 3000 zählen und wie sich Fehleinstellungen vermeiden lassen.
Package Power Tracking, Thermal Design Current und Precision Boost Overdrive heißen die zentralen Stellschrauben, wenn ein Ryzen 3000 über die offiziellen Vorgaben hinaus betrieben werden soll. Unter Windows genügt dafür die AMD-Software Ryzen Master, ein Eingriff in das BIOS-Setup ist nicht nötig. Falsch gesetzte Parameter können die Leistung dabei sogar senken, statt sie zu steigern.
Selektierte Kerne und reale Turbo-Stufen
Nicht jeder beliebige Kern eines Ryzen 7 3700X oder Ryzen 9 3900X erreicht den maximalen Boost-Takt: AMD selektiert die einzelnen Kerne, die Auswahl lässt sich mit Ryzen Master auslesen. Die Vorstellung der Ryzen-3000-Modelle hatte AMD zur Computex 2019 mit Verkaufsstart am 7. Juli 2019 präsentiert.
Das Werkzeug dient zugleich der Beobachtung des Prozessors: Damit lässt sich nachvollziehen, welche Turbo-Stufen der individuelle Chip tatsächlich erreicht. So klärt sich auch, ob ein Ryzen von der kürzlich diskutierten Turbo-Schwäche betroffen ist, die Nutzerumfragen von Übertaktern ins Rollen gebracht hatten.
Der vollständige Artikel zur Übertaktung des Ryzen 3000 erschien in c’t 19/2019 auf Seite 140; die Heftvorschau bei heise führt ihn auf. Ryzen Master stellt AMD als offizielles Werkzeug auf der eigenen Software-Seite bereit.

