Microsoft Research hat am 15. Februar 2017 eine offene Beta seiner Plattform zur Simulation autonomer Geräte vorgestellt. AirSim soll das Training und Testen von Drohnen ermöglichen, bevor Steuerungssoftware auf echter Hardware erprobt wird. Das Projekt gehört zur Aerial Informatics and Robotics Platform.
Die Dokumentation des ersten öffentlichen Entwicklungsstands beschreibt AirSim als Unreal-Plugin. Eine Demonstration des Entwicklers Shital Shah zeigt die virtuelle Flugumgebung.
Trainingsdaten aus einer kontrollierten Umgebung
Die Simulation stellt Bild- und Sensordaten bereit und lässt sich über APIs steuern. Ein Aufnahmeverfahren speichert Positionen und Bilder einzelner Frames. Microsoft nennt Computer Vision, Deep Learning und Reinforcement Learning als Forschungsfelder. Physische Schäden an Drohnen oder Gebäuden fallen bei virtuellen Testflügen nicht an.
Die grafische Umgebung berücksichtigt etwa Schatten und Spiegelungen, die für visuelle Erkennung relevant sind. Die Unreal Engine hatte Microsoft zuvor auch um einen UWP-Fork ergänzt. Bei AirSim dient die Spieleengine dagegen als Grundlage für Robotikforschung, nicht als neue Xbox-Funktion.
Beta mit Hardware-in-the-Loop
Mit Pixhawk oder kompatibler Flugsteuerung unterstützt AirSim Hardware-in-the-Loop-Tests. Der damalige Projektstand bietet Windows-Anleitungen; ein offizieller Linux-Build ist erst für die folgenden Wochen angekündigt. Die APIs können sich während der Beta ändern. Weitere Fahrzeugtypen sind geplant, aber nicht mit bereits verfügbarer Unterstützung gleichzusetzen.

