Agility SDK 1.706.3-preview: Shader Model 6.7 und Enhanced Barriers Preview 2 mit schnellerer GPU-Based Validation

Das DirectX-Team von Microsoft hat am 14. Juli 2022 die Vorschauversion Agility SDK 1.706.3-preview veröffentlicht. Das Paket bringt Support für Shader Model 6.7, eine zweite Preview der Enhanced Barriers sowie zwei kleinere Funktionserweiterungen für DX12-Renderer. Die Auslieferung erfolgt wie gewohnt als NuGet-Paket. Passende Treiber stehen bei AMD, Intel und NVIDIA bereit, teils nur auf Anfrage.

Shader Model 6.7 mit erweiterten Raw Gathers

Kernstück der Vorschau ist die Unterstützung für Shader Model 6.7. Microsoft nennt als zentrale Neuerung die erweiterten Advanced Texture Operations. Dazu zählt das Casting eines breiten Spektrums an Formaten auf Unsigned-Integer-Views, womit sich die Elemente per Raw Gather direkt adressieren lassen. Möglich wird das durch eine gelockerte Format-Casting-Unterstützung, die die bisherigen Einschränkungen beim Zugriff auf Texturdaten reduziert. Renderer-Code, der auf möglichst direkten Speicherzugriff angewiesen ist, erhält damit einen Pfad, der zuvor verschlossen war.

Shader Model 6.7 gilt als nächster Schritt in Richtung Standard für DX12-Renderer, wie ihn etwa Epic mit der DirectX-12-Integration in Fortnite einsetzt. In der aktuellen Phase bleibt es jedoch eine Preview, die Entwicklerstudios primär zum Testen neuer Pfade und zur Validierung gegen kommende Treiber dient.

Enhanced Barriers Preview 2 und schnellere GPU-Based Validation

Die zweite Vorschau der Enhanced Barriers ergänzt die Synchronisations-API um Support für die GPU-Based Validation. Laut Microsoft fällt die Validierung mit dem neuen Modell deutlich schneller aus. Mehr als die Hälfte des bisherigen GBV-Shader-Patchings entfalle auf Promotion und Decay, die bei den Enhanced Barriers nicht mehr existierten. Zugriffsbits werden zudem nicht länger als Zustand einer Ressource validiert. Neu hinzu kommen die Debug-Methoden AssertTextureLayout und AssertResourceAccess sowie Fehlerkorrekturen bei der Übersetzung der älteren ResourceBarrier-API.

Hinzu kommen zwei kleinere Erweiterungen. Mit der Triangle-Fan-Topologie über D3D_PRIMITIVE_TOPOLOGY_TRIANGLEFAN kehrt ein Primitiv-Typ zurück, der sich wie in Direct3D 9 verhält. Über D3D12_DEPTH_STENCIL_DESC2 und OMSetFrontAndBackStencilRef lassen sich außerdem getrennte Masken und Referenzwerte für Front- und Back-Stencil setzen. Treiberseitig liegt bei AMD die Version Radeon Software Adrenalin 22.10.23.05 vor, Intel stellt einen Vorschautreiber für Arc Graphics auf DG2-Basis bereit, und NVIDIA nennt Details auf Anfrage über die jeweilige Ansprechperson. Die Arbeit an der GPU-Pipeline passt zu Microsofts breiteren Bemühungen rund um moderne Grafiktechnik, etwa der geplanten eigenen ML-Upscaling-Technologie.

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