Activision Blizzard wandelt rund 1.100 QA-Verträge in Vollzeitstellen um

Activision Blizzard wandelt in den USA rund 1.100 befristete und über Zeitarbeit beschäftigte QA-Mitarbeiter in Vollzeitstellen um. Die neuen Stellen erhalten nach den vorliegenden Angaben einen Mindestlohn von 20 US-Dollar pro Stunde. Activision Publishing vergrößert seine Belegschaft damit nach Unternehmensangaben um rund 25 Prozent.

Die Umstellung sollte zum 1. Juli 2022 wirksam werden, die Lohnerhöhung war ab dem 17. April vorgesehen. Die Entscheidung betrifft laut dem Bericht die Qualitätssicherung in den USA. Die Arbeit der QA-Teams umfasst das Prüfen von Entwicklungsversionen auf Fehler und technische Probleme.

Im Mittelpunkt stand zugleich der Arbeitskonflikt bei Raven Software. QA-Mitarbeiter des Studios hatten nach Entlassungen Ende 2021 gestreikt und anschließend die Gründung einer Gewerkschaft angekündigt. Die neuen Konditionen sollten für Raven-Beschäftigte, deren Fall vor dem National Labor Relations Board lag, zunächst nicht gelten. Activision erklärte, die Umwandlung der Verträge stehe nicht im Zusammenhang mit der Gewerkschaftsinitiative.

Für die Spielebranche ist der Schritt relevant, weil QA-Arbeit häufig über befristete Verträge und externe Dienstleister organisiert wird. Die Vollzeitstellen verändern den Zugang zu Gehalt, Sozialleistungen und weiteren Unternehmensangeboten für einen großen Teil der betroffenen Beschäftigten.

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