Activision Blizzard: Kalifornische Behörde erhebt Vorwürfe zu Diskriminierung und Belästigung

Das California Department of Fair Employment and Housing (DFEH), heute Civil Rights Department, reichte im Juli 2021 eine Klage gegen Activision Blizzard, Blizzard Entertainment und Activision Publishing ein. Die zuständige kalifornische Bürgerrechtsbehörde warf den Unternehmen unter anderem geschlechtsbezogene Diskriminierung, ungleiche Bezahlung und sexuelle Belästigung vor.

Nach Darstellung der Behörde seien Frauen bei ähnlicher Arbeit schlechter bezahlt, seltener befördert und häufiger aus dem Unternehmen gedrängt worden. Die Klage bezog sich außerdem auf Vorwürfe gegen Führungskräfte und Personalabteilungen, die Beschwerden nicht ausreichend verfolgt hätten. Es handelte sich um Anschuldigungen in einem laufenden Gerichtsverfahren, nicht um abschließend festgestellte Tatsachen.

Reaktionen und weitere Verfahren

Activision Blizzard wies Teile der Darstellung zurück und erklärte, die Behörde zeichne ein verzerrtes Bild des Unternehmens. Parallel zu dem Verfahren wurden interne Untersuchungen, öffentliche Stellungnahmen und Proteste von Beschäftigten bekannt. Für die Spielebranche rückten damit Fragen zu Arbeitskultur, Beschwerdewegen und Aufsicht in den Mittelpunkt.

Der Fall stand in einer Phase, in der Activision Blizzard zugleich Gegenstand möglicher Übernahmen und regulatorischer Prüfungen war. Einen Überblick über einen späteren großen Zusammenschluss in der Branche gibt der Bericht zur Übernahme von ZeniMax durch Microsoft. Die kalifornische Klage und ihre Folgen wurden in den folgenden Jahren weitergeführt und teils geändert.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein