CWA fordert SEC-Untersuchung zu Activision-Blizzard-Angaben

Die Communications Workers of America (CWA) hat am 27. Januar 2022 eine Untersuchung der Activision-Blizzard-Angaben durch die US-Börsenaufsicht SEC gefordert. Nach Ansicht der Gewerkschaft enthielten Unterlagen zur geplanten Übernahme durch Microsoft ungenaue oder irreführende Aussagen zu Arbeitskämpfen und gewerkschaftlichen Aktivitäten.

Activision Blizzard hatte in der Fusionsvereinbarung erklärt, keine Kenntnis von laufenden Organisierungsversuchen, Streiks oder einschlägigen Beschwerden beim National Labor Relations Board zu haben. Die CWA verwies dagegen auf die seit 2021 laufenden Organisierungsbemühungen bei Raven Software und den Streik der dortigen Qualitätssicherung.

Gewerkschaft kritisiert Formulierungen in den Unterlagen

Die CWA beanstandete außerdem Aussagen zu Beschwerden über unfaire Arbeitspraktiken und zu Vorwürfen sexueller Belästigung. Nach Darstellung der Gewerkschaft ließen die Formulierungen wichtige, öffentlich bekannte Entwicklungen unberücksichtigt. Die Organisation bat die SEC deshalb um eine Prüfung der Angaben und ihrer Auswirkungen auf Investoren.

Die Forderung fiel in eine Phase, in der Microsoft die Übernahme von Activision Blizzard vorbereitete. Eine Untersuchung der SEC hätte sich auf die Vollständigkeit der Unternehmensangaben bezogen, nicht auf die wettbewerbsrechtliche Bewertung der Transaktion.

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