Activision-Patent für unendlichen Mehrspielermodus wirft Fragen zu Call of Duty auf

Ein öffentlich gewordenes Patent von Activision beschreibt ein System für kontinuierliches Multiplayer-Gameplay mit einer unbegrenzten Spielsitzung. Das Dokument nennt keinen konkreten Einsatz in Call of Duty, enthält aber technische Bausteine, die für laufende Online-Partien relevant wären.

Eine Partie endet erst mit dem letzten Spieler

Nach der im Patent beschriebenen Logik bleibt eine einzelne Sitzung aktiv, solange mindestens eine Person darin spielt. Erst wenn alle Teilnehmenden die Partie verlassen, endet sie. Das unterscheidet den Ansatz von einer dauerhaft bestehenden MMO-Instanz, weil die Sitzung ohne aktive Spieler geschlossen wird.

Matchmaking und Loadouts als technische Bausteine

Das Dokument bezieht neben der unbegrenzten Spielsitzung auch Matchmaking, automatische Balance-Anpassungen und Loadout-Funktionen ein. Damit beschreibt Activision eine technische Grundlage für Multiplayer-Systeme, in denen neue Spieler laufenden Spielverläufen zugeordnet werden können. Das Patent wurde im Juli 2022 beantragt, eine Nutzung in einem veröffentlichten Spiel ist daraus nicht abzuleiten.

Call of Duty bleibt eine Spekulation

Die Verbindung zu Call of Duty entstand durch die im Dokument genannten Multiplayer-Funktionen und die Veröffentlichung im Umfeld der Activision-Blizzard-Spiele. Ein Battle-Royale-Modus mit nachrückenden Teilnehmenden wäre ein denkbares Szenario, wurde von Activision aber nicht angekündigt. Das Patent belegt daher zunächst nur eine technische Idee und keine konkrete Produktplanung.

Activision arbeitete zu diesem Zeitpunkt im Rahmen der geplanten Übernahme mit Microsoft zusammen. Ein älterer Bericht zur Activision-Blizzard-Übernahme behandelt den damaligen wirtschaftlichen Kontext.

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