PowerShell: Jeffrey Snover berichtet von früher Degradierung bei Microsoft

Jeffrey Snover berichtete am 11. Mai 2022, dass er bei Microsoft wegen der Arbeit an PowerShell zunächst degradiert worden sei. Der Entwickler schilderte die Episode in einer Antwort auf einen Beitrag über Mut in Führungspositionen. Nach seiner Darstellung galt das Projekt intern zunächst als riskant.

Snover entwickelte den Prototypen der späteren PowerShell zu einer Zeit, in der Microsoft stark auf grafische Verwaltungswerkzeuge und die klassische Windows-Kommandozeile setzte. Er beschreibt die damalige Reaktion als Warnung, dass ein solches Nebenprojekt die eigene Laufbahn gefährden könne.

When I was doing the prototype for what became PowerShell, a friend cautioned me saying that was the sort of thing that got people fired.

I didn’t get fired.

I got demoted. https://t.co/aOaEiiBHgk

— Jeffrey Snover (@jsnover) May 7, 2022

PowerShell entstand aus einem internen Automatisierungsprojekt

PowerShell wurde als objektorientierte Shell und Skriptsprache für die Verwaltung von Windows-Systemen entwickelt. Das Konzept griff Funktionen auf, die Administratoren aus Unix- und Linux-Umgebungen kannten, verband sie aber mit dem .NET-Ökosystem von Microsoft. Microsoft dokumentiert die Entstehung und Entwicklung von PowerShell in einer eigenen Rückschau.

Vom umstrittenen Projekt zum plattformübergreifenden Werkzeug

PowerShell entwickelte sich später zu einem zentralen Werkzeug für Administration und Automatisierung. Seit 2016 ist die moderne Variante als Open-Source-Projekt verfügbar und läuft auch unter Linux und macOS. Der Weg von der internen Idee zum öffentlich gepflegten Projekt zeigt sich auch bei anderen Entwicklerwerkzeugen von Microsoft, etwa bei der Schriftart Cascadia Code.

Snover schrieb, dass er die Geschichte der anfänglichen Degradierung lange nicht öffentlich erzählt habe. Später erhielt er bei Microsoft den Titel Distinguished Engineer und arbeitete als Technical Fellow weiter an technischen Themen.

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