Der game-Verband hat am 27. Juni 2024 die Kritik des Bundesrechnungshofs an der Games-Förderung zurückgewiesen. Geschäftsführer Felix Falk fordert einen Ausbau der Bundesförderung und international konkurrenzfähige Förderbedingungen. Der Verband vertritt die Interessen der Games-Branche.
Verband argumentiert mit internationalem Wettbewerb
Falk begründet die Forderung mit Versäumnissen der deutschen Standortpolitik. Aus seiner Sicht habe die lange Konzentration auf mögliche Risiken von Spielen dazu beigetragen, dass andere Länder bessere Produktionsbedingungen geschaffen hätten. Eine planbare und zuverlässige Förderung solle diese Wettbewerbsnachteile ausgleichen. Das ist die politische Bewertung des Verbands, kein eigenständiger Nachweis der Wirksamkeit einzelner Zuschüsse.
Prüfbericht verlangt Nachweise für die Förderung
Der bereits im Mai veröffentlichte Prüfbericht des Bundesrechnungshofs beanstandet dagegen die rechtliche und wirtschaftliche Ausgestaltung des Programms. Die Prüfungsmitteilung vom 16. Mai 2024 verlangt unter anderem einen Nachweis der Finanzierungskompetenz des Bundes, eine genauere Prüfung rückzahlbarer Förderformen und eine systematische Erfolgskontrolle.
Auch der Umgang mit Evaluationen gehört zum Streit. Falk verweist auf eine positive Bewertung der Förderung im Wirtschaftsministerium. Der Rechnungshof hält fest, dass das Ministerium seiner Stellungnahme zwar eine Evaluation vom November 2023 beigefügt, deren Ergebnisse aber nicht inhaltlich dargestellt oder bewertet habe. Die Existenz einer Evaluation ersetzt nach dieser Prüfungslogik keine nachvollziehbare Begründung der Förderpraxis.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Positionen vom Juni 2024, nicht die heutige Ausgestaltung der Games-Förderung.

