Eine Studie von modl.ai zeigt, wie stark Qualitätssicherungsteams in der Spieleentwicklung unter Zeitdruck und wachsender Komplexität stehen. Für den Report befragte das Unternehmen mehr als 300 Entwickler in den USA. 77 Prozent gaben an, bei ihrer jüngsten Veröffentlichung weniger Qualitätssicherung betrieben zu haben, als sie für nötig hielten. Die Hälfte der Befragten sieht die QA-Budgets zudem nicht im gleichen Maß wie die Komplexität moderner Spiele wachsen.
KI soll Testkapazitäten erweitern
94 Prozent der Befragten erwarten, dass künstliche Intelligenz künftig eine wichtige Rolle in der Spiele-QA spielt. Nicht auf KI basierende Automatisierung ist laut Studie bereits weit verbreitet, etwa durch Testskripte und automatisierte Fehlerberichte. Als mögliche Vorteile von KI nennen die Entwickler eine schnellere Fehlererkennung, automatisierte Bug-Berichte und Tests rund um die Uhr. 88 Prozent halten KI bei der Fehlersuche für mindestens ebenso gut wie herkömmliche Methoden, 86 Prozent erwarten kürzere Test- und Iterationszyklen.
Menschliche Prüfung bleibt Teil des Prozesses
Die Bereitschaft zur Einführung ist unterschiedlich ausgeprägt. 87 Prozent stufen ihr Studio als zumindest teilweise vorbereitet ein, aber nur 18 Prozent sehen es als vollständig bereit für KI in der QA. Als Hürden nennt die Studie vor allem die Komplexität der Einrichtung, Kosten und Widerstände in den Teams. Gleichzeitig vertrauen 90 Prozent den Ergebnissen von KI zumindest teilweise, während 89 Prozent einen wirtschaftlichen Nutzen bei einer passenden Integration erwarten.
modl.ai beschreibt KI als Ergänzung zur menschlichen Expertise. Tester bleiben für explorative Prüfungen, die Bewertung von Fehlern und die Qualität der Spielerfahrung entscheidend. Wie wichtig organisierte QA-Strukturen für größere Studios sind, zeigt auch der frühere Beitrag über QA-Teams in der US-Spielebranche.
