Microsoft wollte die Windows-Mixed-Reality-Plattform im Herbst 2017 zunächst auf dem PC etablieren. In einem Wired-Interview erklärte Xbox-Manager Albert Penello, warum Microsoft Virtual Reality auf der Xbox zu diesem Zeitpunkt nicht priorisierte: Für ein überzeugendes Wohnzimmer-Erlebnis fehlten aus seiner Sicht noch kabellose Headsets und eine unkomplizierte Einrichtung.
Windows Mixed Reality startet zuerst am PC
Die Windows Mixed Reality Headsets sollten mit dem Windows 10 Fall Creators Update am 17. Oktober 2017 verfügbar werden. Microsoft verwies auf verschiedene Geräte von Hardwarepartnern, integrierte Bewegungserfassung und eine wachsende Auswahl an Anwendungen. Ein offizieller Microsoft-Beitrag nennt außerdem SteamVR als geplante Ergänzung des Softwareangebots.
Penello sah die Xbox One X zwar als leistungsfähig genug für anspruchsvolle Grafik, verwies aber auf weitere praktische Fragen. Kabel, Sensoren und die Bewegungsfreiheit im Wohnzimmer müssten so gelöst werden, dass die Technik ohne aufwendige Vorbereitung genutzt werden kann. Microsoft wolle die Entwicklung nicht mit einer frühen Konsolenlösung auf ein noch nicht ausgereiftes Nutzungsszenario festlegen.
Die Haltung knüpfte an Microsofts frühere Arbeit an HoloLens-Entwicklungsprojekten und an die damalige Forschung zu Augmented-Reality-Konzepten an. Eine konkrete Xbox-VR-Ankündigung gab es im Oktober 2017 jedoch nicht. Im Mittelpunkt standen Windows-PCs, kompatible Headsets und die dafür benötigte Entwicklerbasis.
Die Aussagen von Albert Penello sind im Wired-Interview dokumentiert. Microsofts zeitgleich veröffentlichte Informationen zu Windows Mixed Reality sind im Windows Experience Blog abrufbar.
