FY17 Q3: Gaming-Umsatz wächst 4 Prozent in der späten Xbox-One-Ära vor dem Scorpio-Reveal

Microsoft hat am 27. April 2017 die Geschäftszahlen für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2017 vorgelegt, das am 31. März 2017 endete. Der Gaming-Umsatz stieg um 4 Prozent, in konstanter Währung um 6 Prozent. Gaming taucht als eine einzelne Umsatzzeile innerhalb des Segments More Personal Computing auf. Es ist eine Phase moderaten Wachstums in der späten Xbox-One-Ära, kurz vor der offiziellen Enthüllung von Project Scorpio als Xbox One X auf der E3 2017.

Der Gesamtumsatz des Konzerns lag im Quartal bei 22,090 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn bei 4,801 Milliarden US-Dollar und der verwässerte Gewinn je Aktie bei 0,61 US-Dollar (jeweils nach GAAP). CEO Satya Nadella verwies auf das Vertrauen der Kunden in die Microsoft-Cloud, CFO Amy Hood nannte eine annualisierte Umsatzlaufrate der kommerziellen Cloud von mehr als 15,2 Milliarden US-Dollar. Geprägt war das Quartal klar von Azure und den kommerziellen Cloud-Diensten, das Konsolengeschäft blieb eine Randnotiz in der Segmentaufstellung.

Gaming als eine Zeile in More Personal Computing

Das Segment More Personal Computing erzielte einen Umsatz von 8,836 Milliarden US-Dollar bei einem operativen Ergebnis von 2,097 Milliarden US-Dollar. Innerhalb des Segments fasste Microsoft die Treiber knapp zusammen: Windows-OEM-Umsatz plus 5 Prozent, kommerzielle Windows-Produkte und Cloud-Dienste plus 6 Prozent, Suchwerbung ohne Traffic-Acquisition-Kosten plus 8 Prozent. Der Surface-Umsatz fiel um 26 Prozent. In dieser Aufstellung steht die Gaming-Zeile mit plus 4 Prozent (plus 6 Prozent in konstanter Währung). Eine eigene Aufschlüsselung nach Hardware, Software und Diensten oder eine Angabe zu den monatlich aktiven Xbox-Live-Nutzern enthielt die Pressemitteilung an dieser Stelle nicht.

Wer die Berichtsform mit späteren Quartalen vergleicht, sieht den Unterschied schnell. Mittlerweile weist Microsoft das Wachstum von Xbox-Content-und-Services oder Game-Pass-Kennzahlen deutlich prominenter aus, und in früheren FY17-Q1-Zahlen stehen Hardware und Dienste sogar als getrennte Größen nebeneinander. Im Frühjahr 2017 dagegen blieb Gaming eine von mehreren Positionen im PC- und Geräteumfeld, ohne gesonderte operative Marge.

Plateauphase vor der Xbox One X

Das vierprozentige Plus fiel in eine Übergangszeit der Konsolengeneration. Die Xbox One und die im Sommer 2016 erschienene Xbox One S waren am Markt etabliert, während die leistungsstärkere Variante unter dem Codenamen Project Scorpio bereits angekündigt, aber noch nicht enthüllt war. Erst auf der E3 im Juni 2017 zeigte Microsoft die Hardware als Xbox One X. Das moderate Wachstum im März-Quartal 2017 markiert ein Hardware-Plateau einer reifen Konsolengeneration, bevor der Generationssprung neue Impulse setzte. Zwei Jahre später folgte mit dem Project-Scorpio-Teaser bereits die nächste Generation.

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