AMD bringt Radeon RX 7600 für 269 US-Dollar als RDNA-3-Einstieg fürs 1080p-Gaming

AMD hat am 24. Mai 2023 die Radeon RX 7600 angekündigt, eine Grafikkarte für das 1080p-Segment zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 269 US-Dollar. Der Verkaufsstart erfolgte am 25. Mai 2023. Die Karte basiert auf der RDNA-3-Architektur und besitzt 32 Compute Units mit den von AMD neu gestalteten, vereinten Beschleunigern für Raytracing und KI sowie der zweiten Generation der Infinity-Cache-Technik.

Zu den Leistungsangaben nennt AMD 29 Prozent mehr 1080p-Leistung als bei der Vorgängerin Radeon RX 6600 sowie 34 Prozent mehr als bei der GeForce RTX 3060 mit 8 GB unter maximalen Einstellungen. In den nach AMD-Angaben zehn meistgespielten PC-Esport-Titeln liefert die Karte im Schnitt mehr als 100 Bilder pro Sekunde. Scott Herkelman, Senior Vice President und General Manager der Graphics Business Unit bei AMD, nennt den Preis von 269 US-Dollar einen Treffer des Sweetspots für leistungsstarkes 1080p-Gaming.

AV1-Encoding und Treiber-Funktionen

Die Radeon RX 7600 unterstützt vollständiges Encoding und Decoding von AV1. Der lizenzfreie Codec ist für das Aufnehmen und Streamen von Spielinhalten relevant, weil er bei vergleichbarer Bildqualität niedrigere Bitraten erlaubt als ältere Verfahren. Für Plattformen, die Spiel-Streaming über Cloud- oder Heimstreaming-Lösungen abwickeln, ist hardwareseitiges AV1-Encoding im Einstiegssegment damit erstmals breit verfügbar. Ergänzend verweist AMD auf FidelityFX Super Resolution, das nach Herstellerangaben in mehr als 260 aktuellen und kommenden Titeln zum Einsatz kommt und über Upscaling zusätzliche Bildrate erzeugt.

Konkurrenz im preissensiblen Einstiegssegment

Mit einem Startpreis von 269 US-Dollar zielt die Karte auf Käufer, die in 1080p spielen und nicht in die obere Mittelklasse investieren wollen. Dieses Segment ist preissensibel und stark umkämpft, weil hier die Stückzahlen liegen. AMD stellt die RX 7600 direkt der RTX 3060 mit 8 GB gegenüber und damit NVIDIAs Einstiegsangebot bei Karten mit Raytracing-Beschleunigung. Für Microsofts Gaming-Geschäft zählt das Segment gleich doppelt. Es bestimmt, mit welcher Hardware ein großer Teil der PC-Spieler etwa den PC Game Pass nutzt, und das AV1-Encoding betrifft die Bildkette beim Spiel-Streaming.

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