IFA 2024: Acer Project DualPlay – Konzept-Notebook mit Touchpad, das zu zwei abnehmbaren Controllern wird

Acer hat auf der IFA 2024 in Berlin am 5. September 2024 das Konzeptgerät Project DualPlay vorgestellt, ein Gaming-Notebook der Predator-Reihe, dessen Touchpad sich elektromagnetisch lösen und in einen kabellosen Controller verwandeln lässt. Das Gerät ist ausdrücklich als Proof of Concept ausgewiesen. Acer nennt weder Preis noch Verkaufstermin und schließt eine direkte Markteinführung aus.

Touchpad, das zum Doppel-Controller zerfällt

Im Ruhezustand dient die große Fläche oberhalb der Handballenauflage als klassisches Touchpad. Über eine elektromagnetische Verriegelung mit einer Zwei-Finger-Entnahme lässt sich das Modul vom Gehäuse lösen und fungiert dann als kabelloser Controller für das Notebook. Für den lokalen Mehrspielerbetrieb teilt sich die Einheit in zwei eigenständige Joysticks, sodass zwei Personen nebeneinander spielen können. Geladen wird der Controller direkt im Notebook-Schacht, ein separates Netzteil entfällt damit. Mit dem Entnehmen fahren zwei seitliche 5-Watt-Lautsprecher aus dem Chassis aus, die den Klang im abgekoppelten Betrieb verstärken sollen.

Optisch setzt Acer auf eine 360-Grad-RGB-Beleuchtung, die Tastatur, Display-Ränder und Trackpad erfasst und sich bis auf die Joysticks des Controllers erstreckt. Dazu kommt eine Lichtleiste mit Infinity-Mirror-Effekt an der Rückseite. Technische Eckdaten zu Prozessor, Grafikeinheit oder Display nannte Acer für das Konzept nicht, da der Fokus auf dem Eingabe- und Formfaktor-Ansatz liegt. Wer die regulären Produktneuheiten der Marke sucht, findet sie ein Jahr später bei Acers Predator- und Nitro-Aufgebot zur IFA 2025.

Ein Gerät, drei Eingabezustände

Project DualPlay verlagert die Couch- und Mehrspielerlogik einer Konsole auf ein PC-Notebook, ohne dass zusätzliche Peripherie mitgeführt werden muss. Der trennbare Doppel-Controller adressiert ein bekanntes Problem im PC-Gaming, in dem lokaler Mehrspielerbetrieb häufig an fehlenden Eingabegeräten scheitert. Für die Entwicklung von PC- und Xbox-Titeln zeigt das Konzept einen Input-Pfad, in dem ein Gerät zwischen Touch-, Vollcontroller- und geteiltem Zwei-Spieler-Modus wechselt. Solche Hardware-Ideen liefern Entwicklern einen Referenzpunkt für Steuerungslayouts, die sich an wechselnde Eingabezustände anpassen lassen, etwa wenn ein Projekt mit dem Godot-Beispiel für die Xbox-Entwicklung auf dem PC entsteht. Das Gerät selbst bleibt zunächst eine Studie.

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