PIX 2408.05: Custom Mesh- und Texture-Visualizer, schnellere Playback-Zeiten und Timeline-Bookmarks

Das PIX-Team hat am 5. August 2024 die Version PIX 2408.05 des Performance-Analyse- und Debugging-Werkzeugs für Direct3D 12 veröffentlicht. Im Mittelpunkt der Aktualisierung stehen frei programmierbare Mesh- und Texture-Visualizer für GPU-Captures, deutlich verkürzte Playback-Zeiten sowie Bookmarks in der Timeline-Ansicht von Timing-Captures. Nach Angaben von Engineering Manager Austin Kinross gehen nahezu alle Neuerungen dieser Version direkt auf Rückmeldungen aus der Entwickler-Community zurück. Das Tool steht weiterhin über den Download-Bereich des PIX-Blogs bereit.

Programmierbare Visualizer für Meshes und Texturen

Die auffälligste Neuerung der GPU-Captures sind die Custom Mesh- und Texture-Visualizer. Entwickler können eigene HLSL-Dateien direkt in der PIX-Oberfläche schreiben und laden, um Texturen und Meshes nach eigenen Vorgaben darzustellen. Der eingebundene Code erhält Zugriff auf Texturdaten, Pufferinhalte, Descriptor-Heaps, Render-Targets sowie Vertex- und Index-Buffer der jeweils ausgewählten Events.

Die Anwendungsfälle reichen weit. Sie spannen sich vom Darstellen eigener Geometrie über das Hervorheben von NaN- und Inf-Werten in Texturen bis zum Überlagern von Mesh-Wireframes auf Render-Targets. Wer schon mit Vertex-Animationen über den Shader gearbeitet hat, dürfte für solche Einblicke in die Pipeline dankbar sein. Die Visualizer funktionieren sowohl in PIX on Windows als auch in der Xbox-Variante von PIX. Ergänzt werden die GPU-Captures durch Verbesserungen beim Shader-Debugging, darunter die Anzeige von HLSL-Quellcode inline und in Callstacks, sowie durch aktualisierte IHV-Plugins. Das AMD-Plugin unterstützt zusätzliche RDNA-3-APUs und führt prozentuale Counter ein, das Intel-Plugin behebt eine Verzögerung bei der Metrik-Initialisierung, und das NVIDIA-Plugin ergänzt Metriken für die Architekturen Ada und Ampere.

Schnellere Playback-Zeiten und Bookmarks in der Timeline

Bei den Playback-Zeiten verweist das PIX-Team auf umfangreiche Anpassungen unter der Haube, die ein verbessertes Multithreading ermöglichen. Davon profitieren vor allem Anwendungen, die zuvor durch die Shader-Kompilierung ausgebremst wurden. Bei kaltem Shader-Cache reduziert sich die Startzeit eines AAA-Engine-Demos den Angaben zufolge von 12 auf 7 Sekunden. Ein DXR-Titel mit umfangreichen Collections fällt sogar von 145 auf 14 Sekunden.

In den Timing-Captures lassen sich nun Bookmarks und Annotationen zu den Lanes der Timeline-Ansicht hinzufügen. Die Textnotizen markieren einzelne Zeitpunkte oder Bereiche, werden in der Capture-Datei gespeichert und erleichtern so die Zusammenarbeit im Team. Alle Bookmarks tauchen mit Navigationsverweisen in der Summary-Ansicht auf. Daneben führt die Version eine eigene Comparison-Layout-Ansicht ein, die Vergleichsfunktionen mit Metrik-Auswahl, zwei Diagrammen, Ergebnistabellen und Histogrammen bündelt und Daten aus unterschiedlichen Captures gegenüberstellt. Ergänzend können GPU-System-Monitor-Counter in Captures gespeichert sowie mehrere Prozesse gemeinsam profiliert werden.

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