Start Games PIX 2108.18: Programmatische In-App-Capture-APIs und neuer Acceleration-Structure-Viewer

PIX 2108.18: Programmatische In-App-Capture-APIs und neuer Acceleration-Structure-Viewer

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PIX 2108.18: Programmatische In-App-Capture-APIs und neuer Acceleration-Structure-Viewer

Microsoft hat sein Performance- und Debugging-Werkzeug für Grafikentwickler in der Version 2108.18 am 19. August 2021 veröffentlicht. Die Header-Datei pix3.h bekommt Funktionen, mit denen sich GPU-Captures direkt aus der laufenden Anwendung heraus auslösen lassen. Außerdem wurde der Acceleration-Structure-Viewer komplett neu geschrieben. Dazu kommen frische AMD-Counter-Graphen und eine Funktion, die beim File-I/O-Profiling in Archivdateien hineinschaut. Hintergründe zur Werkzeugkette liefert auch der Überblick zu PIX on Windows.

Captures direkt aus dem Code starten

Im Mittelpunkt stehen neue APIs in pix3.h. Damit lassen sich GPU-Captures auslösen, ohne die PIX-Oberfläche oder das Kommandozeilenwerkzeug pixtool zu bemühen. PIXBeginCapture() startet einen Capture sofort und nimmt den Zieldateinamen als Parameter entgegen, PIXEndCapture() stoppt die laufende Aufzeichnung wieder. PIXGpuCaptureNextFrames() reiht einen Capture in eine Warteschlange ein, der beim nächsten passenden Present()-Aufruf beginnt. Bei Anwendungen mit mehreren Fenstern legt PIXSetTargetWindow() das zu erfassende HWND fest, damit auch die richtige GPU-Arbeit aufgezeichnet wird.

Eine Bedingung gibt es: Die Bibliothek WinPixGpuCapturer.dll muss in die Anwendung geladen werden, und zwar bevor das D3D12-Gerät erstellt wird. Microsoft liefert dafür die Hilfsfunktion PIXLoadLatestWinPixGpuCapturerLibrary() mit, die die jeweils neueste DLL-Version findet und einbindet. Die Steuerung per Code zielt auf Teams, die Captures automatisiert in Testabläufe oder bestimmte Anwendungszustände einbauen wollen, statt jedes Mal von Hand über das Menü zu gehen. Die passende WinPixEventRuntime steht in einer neuen Version über NuGet bereit.

Acceleration-Structure-Viewer rund 600-mal schneller

Der Viewer für Raytracing-Daten wurde von Grund auf neu geschrieben. Laut Microsoft lädt die überarbeitete Variante Strukturen rund 600-mal schneller. Eine Top-Level-Acceleration-Structure mit mehr als 100.000 Instanzen, die früher über zehn Minuten zum Laden brauchte, ist jetzt in unter einer Sekunde da. Neu ist auch eine frei bewegliche Kamera im FPS-Stil: Navigation per WASD, Drehen mit der rechten Maustaste, schnellere Bewegung über die Shift-Taste.

Dazu kommen neue Counter-Graphen für AMD-GPUs der Serien RX 5000 und RX 6000. Sie zeigen in der Timeline die Wave-Verteilung und Faktoren, die die Occupancy begrenzen, etwa die VGPR-Auslastung. Beim File-I/O-Profiling kann PIX nun in Archivdateien wie .zip und .pak hineinsehen. Über Mapping-Dateien tauchen dabei die Namen einzelner Assets direkt in den Ansichten der Oberfläche auf. Mitgeliefert wird zudem eine neue Version des Visual C++ Redistributable, deren Installation einen Neustart verlangen kann.

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